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Mittwoch, 30. November 2022

Dirigent Gustavo Dudamel, © Anna Hult

Dirigent Gustavo Dudamel, © Anna Hult unter CC BY 3.0

Preis ist mit 100.000 Dollar dotiert

Glenn Gould-Preis für Dirigent Gustavo Dudamel

Toronto, . Der in Venezuela geborene Dirigent Gustavo Dudamel wurde zum vierzehnten Glenn-Gould-Preisträger gewählt. Als Musikalischer und Künstlerischer Leiter des Los Angeles Philharmonic sowie als Musikdirektor der Opéra National de Paris und des Simón Bolívar Symphony Orchestra hat Dudamel aus Sicht der Findungskommission die klassische Musik einem neuen Publikum nahegebracht und vielen Gemeinschaften auf der ganzen Welt den Zugang zur Kunst ermöglicht. Dudamel erhält einen Geldpreis in Höhe von 100.000 Dollar (CAD) und die Glenn-Gould-Preis-Statue der kanadischen Künstlerin Ruth Abernethy. Er wird darüber hinaus einen jungen Künstler oder ein Ensemble auswählen, der/das den mit 25.000 Dollar (CAD) dotierten Glenn Gould Protégé Prize erhält.

Als ehemaliger Schüler des Musikausbildungsprogramms El Sistema ist Dudamel ein leidenschaftlicher Verfechter des Zugangs zur Musik. Im Jahr 2007 gründeten Dudamel, die LA Philharmonic und Partner aus der Gemeinde das YOLA (Youth Orchestra Los Angeles), das inzwischen 1 500 jungen Menschen kostenlos Instrumente und eine intensive Musikausbildung bietet. Im Jahr 2012 gründete er die Dudamel Stiftung mit dem Ziel, jungen Menschen den Zugang zu Musik und Kunst zu erleichtern. Zu den jüngsten Initiativen gehört Encuentros LA 2022, ein Sommerprogramm für junge Orchestermusiker, das gemeinsam mit der LA Philharmonic veranstaltet wird.

Gustavo Dudamel wurde am 26. Januar 1981 im venezolanischen Barquisimeto geboren. Bereits im Alter von 18 Jahren ernannte man ihn zum Chefdirigenten des staatlichen venezolanischen Jugendorchesters, des Sinfónica de la Juventud Venezolana Simón Bolívar. Im Jahr 2004 gewann Dudamel in Bamberg den Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb, 2007 wurde er Chefdirigent der Göteborger Symphoniker. Dieselbe Position trat er beim Los Angeles Philharmonic Orchestra im Herbst 2009 an. Regelmäßig tritt er zudem als Gastdirigent der Berliner Philharmoniker und der Wiener Philharmoniker auf; so leitete er als jüngster Dirigent in der Geschichte des Orchesters u. a. das Neujahrskonzert 2017. Zu seinen Auszeichnungen zählt unter anderem der Dresdner Musikfestspielpreis 2009.

Der Glenn Gould Preis wurde 1983 von der Glenn Gould Foundation in Andenken an den kanadischen Komponisten und Pianisten Glenn Gould (1932-1982) ins Leben gerufen. Alle zwei Jahre beruft die Stiftung eine internationale Jury ein, um den Glenn-Gould-Preis an eine lebende Person für einen einzigartigen Lebensbeitrag zu verleihen, der das menschliche Dasein durch die Künste bereichert hat. Die Preisträger erhalten neben dem Preisgeld auch die Verantwortung, den Empfänger des City of Toronto-Glenn Gould International Protégé Prize in Music zu wählen. Unter den früheren Preisträgern sind u.a. Yehudi Menuhin, Oscar Peterson, Yo-Yo Ma, Pierre Boulez, Leonard Cohen und Robert Lepage.

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