> > > Praemium imperiale für Pianist Krystian Zimerman
Dienstag, 27. September 2022

Pianist Krystian Zimerman (2018), © Bartłomiej Barczyk

Pianist Krystian Zimerman (2018), © Bartłomiej Barczyk unter CC BY-SA 4.0

Kronberg Academy erhält Nachwuchspreis

Praemium imperiale für Pianist Krystian Zimerman

Tokio, . Der polnische Pianist Krystian Zimerman wird mit dem diesjährigen "Praemium Imperiale" geehrt. Der Preis gilt als der weltweit wichtigste Kunstpreis und wird in den Sparten Malerei, Skulptur, Architektur, Musik und Theater/Film verliehen. Dies teilte der Präsident des Goethe-Instituts und Repräsentant der Japan Art Association, Klaus-Dieter Lehmann, mit. Der Nachwuchspreis geht in diesem Jahr an die im Taunus beheimatete Kronberg Academy, die begabten Musikern eine hochkarätige Zusatzausbildung bietet und sich einen Namen als bedeutende kulturelle Institution von internationaler Strahlkraft gemacht hat. Der Preis ist mit fünf Millionen Yen (rund 38.000 Euro) dotiert.

Weitere Auszeichnungen erhalten der Maler Giulio Paolini, das Architekturbüro Sanaa, der Regisseur Wim Wenders und Künstler Ai Weiwei. Die Auszeichnungen sind mit je 15 Millionen Yen (rund 110.000 Euro) dotiert und werden im Oktober in Tokio durch das japanische Kaiserhaus verliehen.

Krystian Zimerman wurde am 5. Dezember 1956 in Zabrze, Polen, geboren. Er studierte an der Musikakademie Kattowitz und gewann 1975 den Warschauer Chopin-Wettbewerb. Als großen Einfluss beschreibt er die Dirigenten Kirill Kondrashin und Carlo Zecchi sowie den Theaterregisseur Tadeusz Kantor. Außerdem arbeitete er bisher mit Dirigenten wie Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Seiji Ozawa und Sir Simon Rattle. Teilweise tritt er auch selbst als Dirigent auf, so etwa 1999 beim Gründungskonzert des Polnischen Festivalorchesters zu Chopins 150. Todestag. Zudem leitet er eine Meisterklasse an der Musikhochschule Basel. Zimerman erhielt 2015 die Ehrendoktorwürde der Fryderyk-Chopin-Universität für Musik in Warschau.

Die häufig als "Nobelpreis der Künste" bezeichnete Auszeichnung Praemium Imperiale wurde 1989 auf Anregung des japanischen Kaiserhauses zum Andenken an Prinz Takamatsu gestiftet. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des japanischen Kaiserhauses und wird von der Japanese Art Association jährlich an große Künstler der Bereiche Musik, Malerei, Skulptur, Architektur und Theater/Film vergeben. Umgerechnet ist die Auszeichnung mit 115.000 Euro dotiert. Unter den bisherigen Preisträgern im Bereich Musik befinden sich unter anderem Riccardo Muti, Plácido Domingo, Daniel Barenboim, Philip Glass, Gidon Kremer, Maurizio Pollini, Claudio Abbado, Hans Werner Henze, Leonard Bernstein, Arvo Pärt, Anne-Sophie Mutter, Mitsuko Uchida und Yo-Yo Ma.

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