> > > Musikfest Bremen meldet ausgeglichenes Ergebnis
Donnerstag, 29. September 2022

Abschlusskonzert Martin Grubinger, © Musikfest Bremen

Abschlusskonzert Martin Grubinger, © Musikfest Bremen

Besucherauslastung bei 70 Prozent

Musikfest Bremen meldet ausgeglichenes Ergebnis

Bremen, . Mit einem Konzert von Martin Grubinger & The Percussive Planet Ensemble ging am vergangenen Wochenende das 33. Musikfest Bremen zu Ende. Intendant Thomas Albert und Geschäftsführer Jörg Ehntholt zogen für die diesjährige Ausgabe eine aus ihrer Sicht positive Bilanz. Eigenen Angaben zufolge wurden während des diesjährigen Festivals insgesamt 22.700 Besucher gezählt. Bei einem Gesamtkartenangebot von 32.123 Plätzen zog das Festival rund 3.000 Besucher mehr als im Vorjahr an und erreichte damit eine Auslastung von 70 Prozent. "Zum jetzigen Zeitpunkt liegt die endgültige Abrechnung [...] noch nicht vor, aber bereits jetzt ist klar, dass wir im Vorfeld so umsichtig kalkuliert haben, dass der Etat eingehalten wurde und wir am Jahresende ein ausgeglichenes Ergebnis ausweisen können", freute sich Ehntholt über die finanzielle Situation des Musikfestivals.

Das Musikfest Bremen war am 20. August mit dem Eröffnungsabend „Eine große Nachtmusik“ gestartet, der mit seinen 18 Konzerten an neun Orten rund um den illuminierten Marktplatz mehr als 3.000 Besucher anzog. In den darauffolgenden drei Wochen kamen u.a. Beethovens Cellosonaten mit Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich und der diesjährige Musikfest-Preisträger, der französische Countertenor Philippe Jaroussky, zu Gehör. Neue Höreindrücke boten Anima Eterna Brugge und Pablo Heras-Casado mit Bruckners siebter Sinfonie auf historischen Instrumenten genauso wie das Konzert des Orchesters des 18. Jahrhunderts, bei dem die fein silbrigen Klänge von Alexander Melnikov auf zwei historischen Hammerflügeln faszinierten. Daneben entlockte Jérémie Rhorer mit Le Cercle de l’Harmonie auf historischen Instrumenten in der von Giuseppe Verdi präferierten Stimmung von 432 Hertz der Partitur von „Rigoletto“ interessante Details. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Dirigentin Nil Venditti brachte die 5. Sinfonie von Fazil Say als Auftragswerk des Festivals zur Uraufführung. Die Bremer Philharmoniker unter Marko Letonja zauberten mit Auszügen aus George Gershwins „Porgy and Bess“ mehr als einen Hauch von South-Carolina auf die Bühne. Auch Chamber Orchestra of Europe unter Robin Ticciati bestach mit drei Meisterwerken der Romantik, im Mittelpunkt Schumanns Klavierkonzert mit dem Schweizer Pianisten Francesco Piemontesi. Für Entdeckungen abseits der im Konzertbetrieb dominierenden Instrumente und Programme stand die Reihe „Musikfest Surprise“. Das Trio Misc, Kayhan Kalhor & Rembrandt Trio, Harfenistin Brandee Younger und GoGo Penguin boten einen Blick über den Tellerrand, bevor Trompeter Theo Croker und Sängerin China Moses mit ihren Musikern in der „Overseas“-Night das exklusiv für das Festival zusammengestellte Programm „Afrosonic“ präsentierten. Im Rahmen der Nachwuchsförderung fanden drei Ateliers als mehrtägige Werkstätten für junge Musiker statt. Nach der Premiere im vergangenen Jahr erhielten die Teilnehmer auch in diesem Jahr Einblicke mit gezieltem Praxisbezug zu thematischen Schwerpunkten, die so im regulären Hochschulbetrieb nicht vermittelt werden.

Das Musikfest Bremen wurde 1989 gegründet. Das dreiwöchige Musikfest findet seitdem jährlich in Bremen, Bremerhaven und weiteren nordwestdeutschen Städten, etwa Oldenburg, Emden und Verden, statt. Neben Veranstaltungen klassischer Musik in unterschiedlichen Besetzungsgrößen und -formen werden auch Genres wie Jazz und Weltmusik abgedeckt. Das 34. Musikfest Bremen ist für den Zeitraum 19. August bis 9. September 2023 geplant.

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