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Donnerstag, 29. September 2022

Sängerin Elina Garanca, © Sarah Katharina

Sängerin Elina Garanca, © Sarah Katharina

Lettische Mezzosopranistin erhält Medien-Sonderpreis

Österreichischer Musiktheaterpreis für Elina Garanca

Wien, . Die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca wird bei der diesjährigen Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises mit dem Medien-Sonderpreis ausgezeichnet. "Garanca versprüht mit ihrer stimmlichen, technischen und musikalischen Exzellenz eine Magie, die das Publikum bei Live-Auftritten und Übertragungen gleichermaßen in ihren Bann zieht", hieß es in der Begründung. Sie stehe nicht nur für außerordentliche stimmliche und technische Leistungen, sondern auch für die Gabe, das Publikum über die atmosphärischen Grenzen eines Live-Auftritts hinweg zu berühren und zu begeistern. "Eine Gabe, die Elina Garanca nicht nur hat, sondern zur Perfektion beherrscht", so Karl-Michael Ebner, Initiator und Präsident des Österreichischen Musiktheaterpreises.

Bisherige Träger des Medien-Sonderpreises waren der polnische Tenor Piotr Beczala, der russische Bariton Dmitri Hvorostovsky, der österreichische Bass günther Groissböck und der deutsche Tenor Jonas Kaufmann. Bei der diesjährigen Verleihung des Österreichischen Musikpreises werden auch Dirigent Seiji Ozawa und Sopranistin Gundula Janowitz mit einem Sonderpreis ausgezeichnet (klassik.com berichtete). Die Verleihung des Musiktheaterpreises findet Mitte September in Grafenegg statt.

Elina Garanca wurde am 16. September 1976 in Riga geboren. Sie studierte Gesang bei ihrer Mutter Anita Garanca und Sergej Martinov an der Lettischen Musikakademie in ihrer Heimatstadt. Später setzte sie ihr Studium in den USA, in Amsterdam und bei Irina Gavrilovici in Wien fort. Schon im Alter von 21 Jahren erhielt die Mezzosopranistin erste Engagements in Bukarest und Athen. Im Jahr 1999 machte sie durch den Sieg beim Internationalen Mirjam Helin-Gesangswettbewerb auf sich aufmerksam. Nach Stationen in Meiningen und Frankfurt wurde sie 2003 als Ensemblemitglied an die Wiener Staatsoper engagiert, wo sie als Lola in "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni (1863-1945) debütierte. Seitdem trat sie auch regelmäßig an der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House Covent Garden und den Salzburger Festspielen auf.

Der Österreichische Musiktheaterpreis wurde 2012 von Karl-Michael Ebner ins Leben gerufen und wird jährlich vergeben. Geehrt werden herausragende Leistungen aus den Opern- und Theaterhäusern Österreichs. Nominierungen für die Preise werden von den Bühnen selbst sowie der Preisjury vorgenommen, ausgezeichnet werden Produktionen und Künstler der vorangegangenen Saison. Die Auszeichnung selbst ist eine Glasstatuette mit der Figur des Papageno. Der Jury gehörten 2022 Heinz Sichrovsky, Joachim Leitner, Miriam Damev, Boris Priebe, Johannes Enzinger, Daniel Lohninger, Michael Wruss, Nikolaus Köhler, Peter Jarolin und Robert Quitta an.

Weiterführende Informationen:

Portrait Elina Garanca

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