> > > Künstlersozialabgabe soll auf fünf Prozent steigen
Dienstag, 27. September 2022

Huibertus Heil (SPD), seit 2018 Bundesminister für Arbeit und Soziales, © Sandro Halank

Huibertus Heil (SPD), seit 2018 Bundesminister für Arbeit und Soziales, © Sandro Halank unter CC BY-SA 4.0

Bundesarbeitsminister will Abgabe erhöhen

Künstlersozialabgabe soll auf fünf Prozent steigen

Berlin, . Das Bundesarbeitsministerium unter Minister Hubertus Heil (SPD) will die Künstlersozialabgabe auf fünf Prozent erhöhen. Bis zum 30.09. eines jeden Jahres wird der für das nachfolgende Kalenderjahr geltende Abgabesatz durch eine sogenannte "Künstlersozialabgabeverordnung" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales festgesetzt. Ein entsprechender Verordnungsentwurf soll nun in den nächsten Wochen innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden.

Die Künstlersozialabgabe beträgt derzeit 4,2 Prozent. Die Abgabe ist von Unternehmen für beauftragte freiberufliche Künstler und Publizisten zu entrichten. Bemessungsgrundlage der Künstlersozialabgabe sind dabei alle in einem Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte. Die Abgabe ist selbst dann fällig, wenn der beauftragte Künstler selbst nicht Mitglied in der Künstlersozialkasse ist oder die Kasse ihm aufgrund eines zu niedrigen jährlichen Umsatzes aus Einkünften künstlerischer Arbeit den Eintritt verweigert.

Aktuell sind etwa 190.000 selbstständige Künstler über die Künstlersozialkasse (KSK) versichert. Diese zahlen die Hälfte der Beiträge zu Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, während sich die andere Hälfte aus Unternehmensabgaben und Bundeszuschüssen speist. Kritiker bemängeln, dass - um möglichst viele Unternehmen in die Pflicht nehmen zu können und entsprechende Einnahmen zu generieren - der Begriff des "Künstlers" von der KSK sehr weit ausgelegt werde. So zählen nach Auffassung der Kasse neben Musikern, Schauspielern, Journalisten, Publizisten und Grafikern auch Web-Programmierer und Moderatoren von Talentshows im Fernsehen dazu. Die Künstlersozialversicherung nimmt i.d.R. jedoch keine Kunsthandwerker wie etwa Goldschmiede, Instrumentenbauer oder auch Tätowierer auf.

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