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Montag, 4. Juli 2022

Cellist Yo-Yo Ma, © Jason Bell

Cellist Yo-Yo Ma, © Jason Bell

Preis ist mit einer Million US-Dollar dotiert

Birgit Nilsson Preis für Cellist Yo-Yo Ma

Stockholm, . Der Cellist Yo-Yo Ma wird mit dem Birgit Nilsson Preis 2022 ausgezeichnet. Der mit 1 Million US-Dollar versehene Preis ist der mit am höchsten dotierte Preis im Bereicht der klassischen Musik. Mit Yo-Yo Ma erhält erstmals ein Instrumentalist diese Auszeichnung. Die Preisverleihung durch König Carl XVI. Gustaf erfolgt im Rahmen einer festlichen Zeremonie Mitte Oktober in Stockholm.

Anlässlich der Bekanntgabe erklärte Susanne Rydén, die Präsidentin der Birgit Nilsson Stiftung: "In der fordernden und schnelllebigen Welt unserer Zeit, in der klassische Musik häufig nicht die nötige Beachtung erfährt, verkörpert Yo-Yo Ma alle künstlerischen Eigenschaften, die Birgit Nilsson bei der Stiftung des Preises im Sinn hatte. Durch seine Meisterschaft, seine Leidenschaft und seine Hingabe an die Musik hilft uns Yo-Yo Ma, eine stärkere Gesellschaft und eine bessere Zukunft zu erdenken und zu bauen. Seine Unterstützung und sein Engagement inspirieren seit jeher neue Generationen von Musikern, die am Anfang ihrer Karriere stehen."

Yo-Yo Ma wurde am 7. Oktober 1955 in Paris geboren. Im Alter von fünf Jahren zog er mit seiner chinesischstämmigen Familie nach New York. Der junge Cellist fand große mediale Aufmerksamkeit und galt als Wunderkind, das schon im Alter von sieben Jahren vor Dwight D. Eisenhower und John F. Kennedy auftrat. Er studierte an der Juilliard School und Columbia University in New York sowie an der Harvard University in Cambridge. Yo-Yo Ma zeichnet auch für zahlreiche Filmmusiken verantwortlich, zum Beispiel "Zwei glorreiche Halunken" (1966), "Es war einmal in Amerika" (1984), "Die Unbestechlichen" (1987) oder "Die Geisha" (2005). Er hatte zahlreiche Auftritte in Fernsehserien für Kinder, unter anderem "The West Wing", "Erdferkel Arthur und seine Freunde", "Die Sesamstraße" und "Mister Rogers' Neighborhood". Sein künstlerisches Wirken wurde bereits mit zahlreichen Auszeichnungen honoriert, darunter die National Medal of Arts, mehrere Grammy-Preise die Presidential Medal of Freedom sowie den Polar Music Prize. 2006 wurde er zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen ernannt. Seine Diskografie umfasst mehr als 100 Alben, die ihm 18 Grammys einbrachten.

Der Birgit Nilsson Preis ist mit einer Million US-Dollar die höchstdotierte Auszeichnung im Bereich der klassischen Musik. Er wird etwa alle drei Jahre für außerordentliche Leistungen und große Verdienste im Opern- und Konzertbereich vergeben, und zwar an einen aktiven Sänger/in, einen aktiven Dirigenten/in oder an eine Institution. Gegen Ende ihrer Karriere gründete die schwedische Sängerin Birgit Nilsson eine Stiftung, die ihren Namen trägt und sich ausschließlich der Vergabe dieses Preises widmet. Birgit Nilssons große Sorge galt dem allgemeinen Verfall der kulturellen Werte, insbesondere dem Rückgang der Aufführungsstandards im Opernbereich. Mit der Gründung dieses Preises erhoffte sich Birgit Nilsson, künstlerisches Wirken zu ehren sowie Anreize und Inspiration für junge Künstler zu bieten, ihre Karriere längerfristig zu planen und mit Engagement und Ausdauer ihre Ziele zu verfolgen, um so ihr volles Potenzial erreichen zu können. Frühere Preisträger waren der Sänger Plácido Domingo (2009), der Dirigent Riccardo Muti (2011), die Wiener Philharmoniker (2014) und Nina Stemme (2018). Den ersten Preisträger bestimmte Birgit Nilsson noch selbst, seit ihrem Tod wird der Gewinner von einem Gremium gewählt, welches sich aus Experten aus den wichtigsten Ländern aus Nilssons Karriere zusammensetzt.

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