> > > Wien: Konservatorium ehrt Friedrich Gulda und benennt sich um
Samstag, 25. Juni 2022

Friedrich Gulda (1930-2000), © Friedrich Gulda School of Music Wien

Friedrich Gulda (1930-2000), © Friedrich Gulda School of Music Wien

Konservatorium heisst ab dem Wintersemester Friedrich Gulda School of Music Wien

Wien: Konservatorium ehrt Friedrich Gulda und benennt sich um

Wien, . Ab Beginn des Wintersemesters 2022/23 wird die „International Academy of Music and Performing Arts Vienna” den Namen „Friedrich Gulda School of Music Wien“ führen. Das gab die Schulleitung anlässlich des Geburtstages des Wiener Pianisten und Komponisten Friedrich Gulda (16. Mai 1930 – 27. 01.2000) bekannt. Die „Gulda School of Music Wien“ bietet künftig Diplomstudiengänge in Klassischer Musik, Jazz, Pop und Musical an. Besonderen Wert soll auf genreübergreifende Lehrpläne und eine praxisnahe Ausbildung gelegt werden.

Die Schulleitung und der Lehrkörper wollen dafür in enger Zusammenarbeit mit den Söhnen Paul und Rico Gulda an einer Ausbildung arbeiten, die neben der handwerklichen Fertigkeit der Musiker ein besonderes Augenmerk auf die individuelle Entfaltung und Erweiterung des Horizonts der jungen Menschen legen. „Das mit dem Namen Friedrich Gulda verbundene Leitbild steht für wechselseitigen Respekt und Austausch zwischen Genres und Kulturen weltweit, für Musik als positive und friedensstiftende Kraft in einer immer komplexer werdenden Welt mit ihren neuen Herausforderungen. Die Verknüpfung mit dem Namen des großen Musikers Friedrich Gulda bedeutet Ermutigung und Verpflichtung zugleich: Inneres Feuer, leidenschaftliche Hingabe, geduldige Arbeit, dabei auch Lockerheit und Humor, aber vor allem Liebe zur Sache, zu Mensch und Umwelt: all dies soll das Tun an der Friedrich Gulda School of Music leiten“, so der Gründer und Schulleiter Marcus Ratka.

Der österreichische Pianist Friedrich Gulda wurde am 16.5.1930 in Wien geboren. Er absolvierte seine Ausbildung zum Konzertpianisten am Grossmann-Konservatorium, nahm Privatunterricht bei Felix Pazofsky und studierte zwischen 1942 und 1947 an der Wiener Musikakademie. Mit 16 gewann er in Genf den Internationalen Klavierwettbewerb und debütierte mit 20 in der New Yorker Carnegie Hall. In den 50er Jahren machte sich Gulda einen Namen als Mozart- und Beethoven-Interpret, nicht zuletzt, nachdem er 1953 erstmals alle 32 Klaviersonaten des Bonner Komponisten aufgeführt hatte. In den 60er Jahren fühlte sich Gulda mehr und mehr vom Kulturbetrieb eingeengt und versuchte Brücken zu anderen Musikarten zu schlagen. Seine besondere Vorliebe galt dabei dem Jazz und improvisierter Musik. Er trat als Jazzsaxophonist und -schlagzeuger auf und gründete das Eurojazz Orchester. Ferner initiierte er einen Jazzwettbewerb und das Internationale Musikforum Ossiach. Mit seiner exzentrischen Art, die er in provokanten Äußerungen und Veröffentlichungen zum Ausdruck brachte, eckte Gulda oft an. Friedrich Gulda starb am 27.1.2000 im oberösterreichischen Attersee.

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