> > > Pianistin Valentina Lisitsa tritt in Mariupol auf
Samstag, 21. Mai 2022

Kritik an prorussischer Haltung der Musikerin

Pianistin Valentina Lisitsa tritt in Mariupol auf

Mariupol, . Die Pianistin Valentina Lisitsa hat am 9. Mai in der von Russland zerstörten Stadt Mariupol, in der in den letzten Wochen Tausende Zivilisten getötet wurden, gespielt. Medienberichten zufolge sollen bei der Aufführung der aus Moskau angereisten Künstlerin russische Kriegslieder erklungen sein.

In der Vergangenheit war Lisitsa bereits häufiger mit umstrittenen politischen Äußerungen und Aktionen aufgefallen. So hatte sie sich öffentlich zu den prorussischen Separatisten in der Ukraine bekannt und die ukrainische Regierung kritisiert. 2017 gab Lisitsa ein Konzert auf der von Russland annektierten Krim-Halbinsel nachdem sie illegal auf die Krim eingereist war.

Die niederländische Fluglinie KLM hatte die Pianistin wegen ihrer Kommentare zu dem Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 über der Ukraine im Juli 2014 aus ihrem Bordprogramm genommen. Bei dem Abschuss einer Maschine der Malaysia Airlines wurden alle 298 Passagiere getötet; unter den Passagieren befanden sich rund 200 Niederländer. Auch hatte das Toronto Symphony Orchestra Konzerte mit ihr abgesagt (klassik.com berichtete).

Valentina Lisitsa wurde am 11. Dezember 1973 in Kiew geboren. Sie besuchte die Lysenko-Musikschule und später das Kiewer Konservatorium, an dem sie zusammen mit ihrem späteren Ehepartner Alexei Kuznetsoff studierte. Mit diesem gewann sie 1991 die Dranoff International Two Piano Competition. Anschließend zogen sie in die Vereinigten Staaten, wo sie ihr Debüt beim Mostly Mozart-Festival 1995 in New York gaben. Ihren internationalen Durchbruch erreichte sie durch Mitschnitte auf Videoplattformen im Internet.

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