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Samstag, 21. Mai 2022

GEMA-Stiftung erinnert mit dem Preis an den Operettenkomponisten

Paul Abraham-Preis für Komponist Thomas Zaufke

Hamburg, . Thomas Zaufke wird erster Preisträger des neugeschaffenen Paul Abraham Preises der GEMA Stiftung. Die Findungskommission ehrt den Komponisten für seine künstlerischen Leistungen im Bereich des populären Musiktheaters. Der alle zwei Jahre verliehene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und erinnert an den Operettenkomponisten Paul Abraham und sein musikalisches Werk. Die Preisverleihung findet in der kommenden Woche in der Komischen Oper in Berlin statt.

Zaufke wurde 1966 in Bremen geboren. Er studierte ab 1987 an der Hochschule der Künste in Berlin. Seit 1995 ist er in den Bereichen Musical und Bühnenmusik tätig. Gemeinsam mit dem Autor und Regisseur Peter Lund schuf er die Musik für "Baby Talk" (2000), "Elternabend" (2003) und "Mein Avatar und ich" (2010), die an der Neuköllner Oper in Berlin uraufgeführt wurden. Er komponierte und arrangierte darüber hinaus unter anderem für das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Schauspielhaus Hannover, das Schauspiel Kiel, das Berliner GRIPS Theater sowie das Leipziger Gewandhaus und das Renaissancetheater in Wien,

Der Jury gehörten in diesem Jahr Rainer Holzapfel, Kathrin Kondaurow, Benjamin Künzel, Ulrich Lenz, Frank Ramond, Heinz-Jürgen Rickert, Michael Alexander Rinz und Charlotte Seither an.

Paul Abraham wurde am 2. November 1892 im ungarischen Apatin geboren. Nach einem Studium an der Musikakademie Budapest von 1913 bis 1917 wurde er 1927 Kapellmeister am dortigen Operettentheater, wo u. a. 1930 seine erste Operette "Viktoria und ihr Husar" uraufgeführt wurde. Durch große Erfolge in Deutschland, unter anderem durch ein Lied aus "Der Gatte des Fräuleins" sowie der Mitarbeit am ersten UFA-Tonfilm, zog er nach Berlin. 1933 wurde sein Erfolg durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten gebremst und er ging zurück nach Budapest. Als Ungar mit jüdischen Wurzeln floh er 1938 zunächst nach Paris und nach Kriegsbeginn über Kuba nach New York. 1956 kehrte er nach Deutschland zurück und lebte in Hamburg, wo er am 6. Mai 1960 starb.

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