> > > Salzburger Osterfestspiele mit 16.200 Besuchern
Samstag, 2. Juli 2022

Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden, © Erika Mayer

Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden, © Erika Mayer

Auslastung der Festspiele liegt bei 81 Prozent

Salzburger Osterfestspiele mit 16.200 Besuchern

Salzburg, . Nach zwei Jahren Pause standen die traditionsreichen Salzburger Osterfestspiele in diesem Jahr zum letzten Mal unter der künstlerischen Leitung von Christian Thielemann. Zentrales Werk war Richard Wagners Lohengrin in einer Neuinszenierung von Jossi Wieler, Anna Viebrock und Sergio Morabito. Thielemann, der am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden stand, beendete damit nach über 50 Vorstellungen am Dirigentenpult die fast 10-jährige künstlerische Zusammenarbeit. Die Staatskapelle war vor wenigen Tagen bereits mit dem Herbert-von-Karajan-Preis ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird jährlich im Rahmen der Festspiele verliehen. Die Auszeichnung ehrt Musiker, deren herausragende künstlerische Leistungen weltweite Anerkennung gefunden haben. Als Residenzorchester der Osterfestspiele läutete Christian Thielemann am Pult der Staatskapelle ab dem Jahr 2013 eine neue Ära ein.

Die Gesamtauslastung der Festspiele lag in diesem Jahr bei knapp über 81 Prozent, die Auslastung bei Lohengrin bei 89 Prozent. Für die ingesamt 10 Festspieltage wurden knapp 16.200 Karten verkauft. Nikolaus Bachler präsentierte zum Abschluss mit der Vorstellung seines ersten Festspielprogramms als Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg eine Neuausrichtung des traditionsreichen Festivals. Ab 2023 soll jedes Jahr ein anderes Spitzenorchester zu Gast sein, um seine jeweilige individuelle Klangkultur erlebbar zu machen. Den Anfang macht Andris Nelsons mit dem Gewandhausorchester Leipzig, im Zentrum steht dabei der gebürtige Leipziger Richard Wagner, unter anderem mit einer Neueinstudierung von Romeo Castelluccis Inszenierung von Tannhäuser sowie der Uraufführung der Kreation Träume von Choreograph Emanuel Gat.

Die Salzburger Osterfestspiele wurden 1967 von Herbert von Karajan gegründet, um den Berliner Philharmonikern in seiner österreichischen Heimatstadt eine Plattform als Opernorchester zu bieten. Die Leitung hatte Karajan bis zu seinem Tod im Jahr 1989 inne. Anschließend übernahmen Sir Georg Solti (1992/1993), Claudio Abbado (1994-2002) und Sir Simon Rattle (2003-2012) die künstlerische Leitung des Festivals. Nach einem Finanzskandal Ende 2009 wurden die Osterfestspiele neu organisiert, sie fanden seit 2013 mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann anstelle der Berliner Philharmoniker statt.

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