> > > Bach-Archiv macht seltenes Manuskript von Bach-Sohn zugänglich
Samstag, 21. Mai 2022

Restaurierungsprozess Triosonate von C.P.E. Bach, © Bach-Archiv Leipzig

Restaurierungsprozess Triosonate von C.P.E. Bach, © Bach-Archiv Leipzig

Handschrift galt als verschollen

Bach-Archiv macht seltenes Manuskript von Bach-Sohn zugänglich

Leipzig, . Das Bach-Archiv Leipzig hat eine neue Handschrift von Carl Philipp Emanuel Bach erworben. Es handelt sich dabei um ein dreisätziges Stück für Violine, Flöte und Generalbass, das Manuskript umfasst die Partitur samt Stimmensatz. Der älteste Bach-Sohn hatte es 1731 im Alter von 17 Jahren verfasst, "geprägt […] von dem reichen Musikkosmos Leipzigs", so Peter Wollny, Direktor des Archivs. Da Carl Philipp Emanuel Bach später viel von seinem Frühwerk vernichtet hatte, galt auch diese Triosonaten-Handschrift bisher als verschollen. Tatsächlich hatte sie sich im Besitz der Nachfahren des Händel-Forschers Friedrich Chrysander befunden. Das Bach-Archiv hatte das Manuskript dann 2021 bei einer Auktion von Sotheby’s in London ersteigern können, unterstützt von privaten Spendern. Nachdem die Notenhandschrift restauriert wurde, soll sie nun dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht werden. Es ist das erste Mal, dass diese Originalquellen öffentlich gezeigt werden, und daher bedeutsam für die Musikforschung.

Das 1950 von Werner Neumann gegründete Bach-Archiv Leipzig versteht sich als musikalisches Kompetenzzentrum am Hauptwirkungsort Johann Sebastian Bachs. Sein Zweck ist, Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des Komponisten und der weit verzweigten Musikerfamilie Bach zu erforschen, sein Erbe zu bewahren und als Bildungsgut zu vermitteln. Präsident des Bach-Archivs Leipzig ist der niederländische Dirigent, Organist und Bach-Spezialist Ton Koopman.

Weiterführende Informationen:

Portrait Johann Sebastian Bach
Portrait Carl Philipp Emanuel Bach
Externer Link

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