> > > Bayreuth: Wasserschaden im Richard Wagner Museum
Samstag, 25. Juni 2022

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Schätzungsweise 4.000 historische Bücher durchnässt

Bayreuth: Wasserschaden im Richard Wagner Museum

Bayreuth, . Das Richard Wagner Museum in Bayreuth beklagt einen Wasserschaden im Keller des Gebäudes. Dabei wurden zahlreiche historische Bücher - ersten Schätzungen zufolge um die 4.000 - durchnässt, die Feuerwehr war mit mehr als 50 Einsatzkräften vor Ort. Nach Räumung des Kellers wurden die Bücher zum Trocknen ausgelegt. Demnächst sollen Sie zur Gefriertrocknung nach Leipzig überführt werden. Die genaue Höhe des entstandenen Schadens soll nun ein Restaurator beziffern.Am Gebäude selbst entstand den Angaben des Museums zufolge kein Schaden.

Das Museum im Haus Wahnfried mit seinen repräsentativen Räumen und der Dauerausstellung mit zahlreichen Exponaten zu Leben, Werk und Wirken Wagners vor allem aus den Beständen der ehemaligen, seit 1925 bestehenden und 1976 in das Richard Wagner Museum im Haus Wahnfried überführten Richard-Wagner-Gedenkstätte der Stadt Bayreuth war von Beginn an für Besucher aus der ganzen Welt eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Stadt und Region sowie eine außergewöhnliche Kulturstätte. Seit seiner Eröffnung 1976 ist das Richard Wagner Museum mit Nationalarchiv und Forschungsstätte im Haus Wahnfried ein Ort der Erforschung und Vermittlung von Leben und Werk Richard Wagners und der Aufführungsgeschichte der Bayreuther Festspiele. Das Museum will das Erbe des Komponisten bewahren und erforschen, die Sammlung ausbauen und der Öffentlichkeit mit musealen Mitteln zugänglich machen, um auf diese Weise das Verständnis für sein Leben und Werk zu vermitteln. Das Museum ist Sammlungsort, Archiv, Forschungsstätte und Ausstellungsraum. Zudem werden der große Saal und die Sonderausstellungsfläche für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. Das Archiv umfasst neben der einzigartigen und wertvollen Autographensammlung des handschriftlichen Nachlasses Richard und Cosima Wagners mit Werk-, Noten- und Partiturhandschriften, Briefen und autobiografischen Aufzeichnungen sowie zahlreichen Briefen an Richard Wagner und seine Familie eine wissenschaftliche Bibliothek mit umfangreichen Quellen- und Spezialsammlungen bis hin zu einem Bild- und einem Schallarchiv, die als Forschungsstätte der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

 

Richard Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren. Im Alter von 18 Jahren begann er sein Musikstudium in Dresden und nahm Unterricht bei dem Thomaskantor Theodor Weinlig. 1833 wurde Wagner Korrepetitor in Würzburg. Später folgten Stationen in Magdeburg, Königsberg, Dresden und München als Hofkapellmeister. Nach Ende seines Münchener Aufenthaltes zog er 1866 nach Triebschen bei Luzern, wo er zumeist mit Cosima, Tochter Franz Liszts und Ehefrau Bülows, wohnte. Vier Jahre später heirateten sie und zogen 1872 nach Bayreuth. Dort legte Wagner den Grundstein für das Festspielhaus, in dem 1876 die ersten Festspiele mit der Gesamtaufführung des 'Ring des Nibelungen' stattfanden. Wagners Schaffen umfasst neben einigen Liedern, Orchester- und Chorwerken hauptsächlich Opern, darunter neben dem 'Ring' 'Der fliegende Holländer', 'Tannhäuser', 'Lohengrin', 'Tristan und Isolde' und 'Die Meistersinger von Nürnberg'. Richard Wagner starb am 13. Februar 1883 in Venedig.

Weiterführende Informationen:

Portrait Richard Wagner
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