> > > Verleihung des Brahms-Preises 2020 erneut verschoben
Samstag, 28. Mai 2022

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Midori, © Timothy Greenfield-Sanders

Midori, © Timothy Greenfield-Sanders

Preis geht im August an Geigerin Midori

Verleihung des Brahms-Preises 2020 erneut verschoben

Heide, . Die Verleihung des Brahms-Preises 2020 an die Geigerin Midori muss ein weiteres Mal verschoben werden. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage kann die Auszeichnung aus Sicht des Veranstalters nicht wie geplant Anfang Februar stattfinden. "[Wir halten] es für das Beste und Sicherste, die Preisverleihung in den Sommer zu verlegen", sagte Joachim Nerger, Vorsitzender der verleihenden Brahms-Gesellschaft. Er begründete die erneute Verschiebung mit der Erfahrung der vergangenen beiden Pandemiejahre, dass sich die Lage im Sommer entspanne. Der neue Termin für die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises wurde nun auf Mitte August festgelegt, Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Ursprünglich sollte die Auszeichnung bereits Anfang Mai 2020 in Wesselburen vergeben werden, musste jedoch seither mehrfach verschoben werden.

Midori wurde am 25. Oktober 1971 in Osaka geboren und begann schon früh mit dem Geigespiel. Zum Silvesterabend 1982 gab die damals Elfjährige ihr Debüt mit dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta. Im Laufe ihrer musikalischen Karriere setzte sich Midori stets für die Förderung und Bildung im Musikbereich ein – in den USA ebenso wie in Japan. Im Jahr 2005 absolvierte sie zusätzlich zu ihrem im Jahr 2000 abgeschlossenem Gender Studies Studium ihren Magister Artium im Fach Psychologie an der New York University. Sie ist als Solistin und Kammermusikerin tätig. 14 Jahre lang lehrte sie an der Thronton School of Music der University of Southern California, seit 2018 am Curtis Institute of Music in Philadelphia, an der Zentralen Musikhochschule Peking, an der Soai Universität in Osaka, an der Shanghai Musikhochschule. am Ravinia's Steans Music Institute und bei den Weimarer Meisterkursen. Midori engagiert sich auf vielfache Weise in der Musikvermittlung – so etwa mit dem von ihr gegründeten gemeinnützigen Organisationen. Im September 2007 ernannte sie Ban Ki-moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, zur Botschafterin des Friedens. Midori spielt auf einer Guarnerius del Gesù 'ex-Huberman' aus dem Jahr 1734.

Der Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein wird seit 1988 jährlich verliehen. Er soll Persönlichkeiten und Ensembles würdigen, die sich um die Pflege der Musik und des künstlerischen Erbes von Johannes Brahms verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger waren unter anderem Christoph Eschenbach, Thomas Hengelbrock, Anne-Sophie Mutter, Thomas Quasthoff, Lars Vogt, Leonard Bernstein sowie u.a. Sir Yehudi Menuhin, Dietrich Fischer-Dieskau und Sabine Meyer. Im letzten Jahr wurden der Cellist Pieter Wispelwey und der Pianist Paolo Giacometti ausgezeichnet.

Weiterführende Informationen:

Portrait Johannes Brahms
Portrait Herbert Blomstedt
Portrait Sabine Meyer
Portrait Midori

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