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Samstag, 28. Mai 2022

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Sarah Nemtsov, © Camille Blake

Sarah Nemtsov, © Camille Blake

Georges Aperghis, Sidney Corbett und Sarah Nemtsov neu im Bereich Musik

Akademie der Künste beruft neue Mitglieder

Berlin, . Die Akademie der Künste in Berlin hat zahlreiche neue Mitglieder berufen. Die Wahl der 30 Künstler fand bereits auf einer Mitgliederversammlung im November statt, inzwischen haben alle Ausgewählten die Wahl angenommen. Im Bereich Musik kamen Georges Aperghis, Sarah Nemtsov, Sidney Corbett, Malin Bång, Christopher Fox, Stephan Froleyks, George Lewis, Kirsten Reese, Trond Reinholdtsen, Annette Schlünz und Chiyoko Szlavnics mit dazu. Ferner gibt es drei Neuzugänge im Bereich Bildende Kunst, neun in der Sektion Baukunst, fünf in der Literatur und zwei im Bereich Darstellende Kunst. Mit den 30 neuen Künstlern hat die Akademie der Künste nun insgesamt 426 Mitglieder in allen sechs Bereichen.

Georges Aperghis wurde am 23. Dezember 1945 in Athen in eine Künstlerfamilie geboren. Mit der Musik kam er über das Radio in Berührung. Er erhielt Klavierunterricht, ist als Komponist jedoch Autodidakt. 1963 zog Aperghis nach Paris, um mit zeitgenössischen Musikströmungen in Berührung zu kommen, darunter Musiker wie Pierre Boulez, Iannis Xenakis und Mauricio Kagel. 1976 gründete er die Musiktheater-Werkstatt Atelier Théâtre et Musique. Bis heute hat Aperghis über 100 Werke geschrieben, darunter Stücke für Soloinstrumente, aber auch Gesangsstücke, außerdem Kammermusik, Ensemble- und Orchesterwerke.

Sidney Corbett wurde am 26. April 1960 in Chicago geboren. Er wuchs in Kalifornien auf und spielte als Jugendlicher Gitarre in Bands, später folgten erste klassische Stücke. Er studierte Musik, Komposition und Philosophie in San Diego, später promovierte er an der Yale University über Edgar Varèse. 1985 ging er nach Hamburg und studierte bei György Ligeti. Danach arbeitete er freischaffend in Deutschland als Künstler, aber auch als Musik- und Englischlehrer. Ab 1994 lehrte er zwei Jahre an der Duke University in Durham, North Carolina, ab 2000 lebte er wieder in Berlin. Seit 2006 lehrt er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim, seit 2015 ist er verantwortlich für das Neue Musik-Programm.

Sarah Nemtsov wurde 1980 in Oldenburg geboren, sie ist ausgebildete Oboistin. Komposition studierte sie zunächst in Hannover und von 2005 bis 2009 bei Walter Zimmermann an der Universität der Künste in Berlin. Ihre Arbeiten wurden bei Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, Wien Modern, Festival Ultraschall oder Musica aufgeführt. Unter ihren Auszeichnungen sind der Hanns-Eisler-Preis für Komposition 2007, der Zonta-Musikpreis 2011, der Deutschen Musikautorenpreis der Verwertungsgesellschaft GEMA 2012 und der Busoni-Kompositionspreis 2013. In der Musik Nemtsovs spielt die Auseinandersetzung mit Literatur und anderen Künsten eine große Rolle. In ihren neueren Werken versucht sie, den Grenzbereich zwischen Konzert und Musiktheater auszuloten.

Die Berliner Akademie der Künste geht auf die 1696 von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, dem späteren Preußenkönig Friedrich I., gegründete Akademie zurück. Diese Gelehrtengesellschaft änderte im Verlauf der Geschichte mehrfach ihren Namen. Die aktuelle Akademie der Künste ging 1993 aus der Akademie der Künste zu Berlin (Ost) und der Akademie der Künste in Berlin (West) hervor. Seit 2004 wird die Akademie als Körperschaft des öffentlichen Rechts vom Bund getragen. Mitglieder der Akademie können Personen werden, die sich um die Künste verdient gemacht haben. Präsident ist seit 2015 die Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Jeanine Meerapfel, welche 2018 bereits wiedergewählt wurde.

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