> > > Elfenbein: EU verschärft Regeln
Samstag, 29. Januar 2022

Klaviatur, © 500px

Klaviatur, © 500px unter CC BY 3.0

Ausnahmen bei Musikinstrumenten und Lagerbeständen zu Reparaturzwecken

Elfenbein: EU verschärft Regeln

Brüssel, . Die Europäische Union verschärft ihre Regeln zum innergemeinschaftlichen Handel mit Elfenbein. Dafür wird die derzeit geltende Verordnung aus dem Jahr 2006 geändert und ergänzt. In Zukunft ist der Handel mit Gegenständen, die Elfenbein enthalten, verboten. Ausgenommen sind Musikinstrumente oder deren Zubehör, welche sich noch in Benutzung befinden und die vor einem gewissen Zeitpunkt rechtmäßig erworben wurden. Die Grenze liegt bei 1975 für Elfenbein von asiatischen Elefanten und 1976 bei Elfenbein von afrikanischen Elefanten. Darüber hinaus dürfen Lagerbestände an Rohelfenbein weiterhin für den Ersatz von bestehenden Elfenbeinteilen bei Instrumenten verwendet werden, die vor 1975/76 gebaut wurden. Neue Instrumente dürfen mit den Beständen künftig nicht mehr hergestellt werden. Eine weitere Änderung ist, dass in Zukunft auch Instrumente, die vor 1947 entstanden sind, eine CITES-Bescheinigung brauchen. Diese sollen die Herkunft des Elfenbeins nun auch bei älteren Instrumenten nachvollziehbar machen.

Zuletzt hatte die Europäische Kommission 2017 ihre Vorschriften zu Elfenbein geändert. Trotzdem werden Schätzungen zufolge immer noch jährlich 20.000 bis 30.000 Elefanten wegen Elfenbein getötet, was das Überleben der Art gefährdet. Für die Ausnahmen bei Musikinstrumenten hatten sich Berufsverbände aus der Musikbranche eingesetzt.

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