> > > Düsseldorf: Sanierung des Schumann-Hauses benötigt mehr Zeit
Freitag, 28. Januar 2022

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Schumann-Haus Düsseldorf, © Michael Gstettenbauer

Schumann-Haus Düsseldorf, © Michael Gstettenbauer

Kosten sollen nicht weiter steigen

Düsseldorf: Sanierung des Schumann-Hauses benötigt mehr Zeit

Düsseldorf, . Die Fertigstellung des Schumann-Hauses in Düsseldorf verzögert sich. Zurzeit wird das ehemalige Wohnhaus von Robert und Clara Schumann saniert und erweitert, gerade wurde mit dem Anbau im Innenhof des historischen Gebäudes begonnen. Dieser soll künftig 120 Quadratmeter zusätzliche Fläche ermöglichen, außerdem soll in dem neuen Gebäudeteil in Holzbauweise die Aufzugsanlage untergebracht werden. Nach aktuellem Stand soll Anfang nächsten Jahres der Innenausbau beginnen. Zusätzlich werden derzeit die historischen Fenster des Haupthauses restauriert, der Stuck ist bereits fertig. Trotzdem verschiebt sich die Fertigstellung des Museums ins dritte Quartal 2022, so die Stadt. Grund seien Beschaffungsschwierigkeiten durch Materialknappheit und lange Lieferzeiten sowie zuwenig Arbeiter aufgrund der Corona-Pandemie. Die Kosten sollen trotzdem im Rahmen bleiben - zuletzt wurden im September 5,13 Millionen Euro bewilligt. Die Umbauarbeiten, die ursprünglich mit 3,6 Millionen Euro beziffert worden waren, werden vom Förderverein Schumann-Haus-Düsseldorf und Stiftungen mitfinanziert.

Das Schumann-Haus in Düsseldorf ist das letzte gemeinsame Wohnhaus von Robert und Clara Schumann sowie deren sieben Kindern. Die Familie bezog das Haus 1852, Robert Schumann zog 1854 in eine Nervenheilanstalt bei Bonn, seine Frau und die Kinder verließen das Haus im Folgejahr. In dem kurzen Zeitraum, den der Komponist im Haus verbrachte, entstand rund ein Drittel seines Gesamtwerks. Bis heute ist das Haus im selben historischen Zustand, in dem die Familie Schumann es im 19. Jahrhundert bewohnte. In der ehemaligen Wohnung der Schumanns befinden sich zurzeit eine Gedenkstätte sowie das historische Tafelklavier des Ehepaares.

Der Komponist Robert Schumann wurde am 8. Juni 1810 in Zwickau geboren. Er studierte zunächst Jura in Heidelberg und Leipzig. Dort begann er, Klavierunterricht bei Friedrich Wieck zu nehmen und widmete sich ab 1830 schließlich ganz der Musik. Eine Karriere als Pianist war ihm jedoch durch ein Fingerleiden unmöglich. 1834 gründete er die 'Neue Zeitschrift für Musik', an der er bis 1844 mitarbeitete. 1840 heiratete er die Tochter seines Lehrers, Clara Wieck. 1843 berief ihn Mendelssohn-Bartholdy als Kompositionslehrer nach Leipzig. Wenig später gründete Schumann den 'Verein für Chorgesang' in Dresden und wurde 1850 städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Sein kompositorisches Schaffen umfasst Lieder und Liederzyklen, Klavier-, Orchester- und Kammermusikwerke sowie die Oper 'Genoveva'. Schumann starb am 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn.

Weiterführende Informationen:

Portrait Clara Schumann
Portrait Robert Schumann

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