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Sonntag, 27. November 2022

Vertreter stellen Forderungen an die Politik

Veranstaltungsbranche gegen neuerliche Schließungen

Berlin, . Die Veranstaltungsbranche fürchtet einen weiteren sogenannten "Lockdown". In Anbetracht der Infektionszahlen steigen die Stornierungen von Eintrittskarten gerade stark, Schließungen stehen wieder zur Debatte. Aus Sicht der Verbandsvertreter seien pauschale Absagen aller Termine oder Begrenzungen des Publikums unverhältnismäßig und nicht zu rechtfertigen. Die im "Forum Veranstaltungswirtschaft" zusammengeschlossenen Verbände seien sich einig, dass andere Maßnahmen als Absagen getroffen werden sollten. Die Lobbyvertreter verwiesen darauf, dass ihr Wirtschaftszweig seit Beginn der Pandemie an alle Regelungen zum Infektionsschutz unterstütze. Sie wünschen sich Verhandlungen mit der Politik, um gemeinsam Lösungen zu finden. Zudem fordern sie neben der Ausweitung von flächendeckenden kostenlosen Schnelltests, dass sowohl Veranstaltungen mit "2G"-Regeln und Schnelltests als auch Veranstaltungen mit "3G"-Regeln und PCR-Tests für Ungeimpfte ohne Kapazitätsbeschränkungen und ohne Masken stattfinden dürfen. Ferner sollen die staatlichen Hilfsprogramme für Branchenmitarbeiter verlängert werden, darunter das Kurzarbeitergeld.

Timo Feuerbach vom Europäischen Verband der Veranstaltungszentren verwies auf den wirtschaftlichen Schaden, sollte es erneut zu einem "Lockdown" kommen: "Über eine Millionen Erwerbstätige verlieren wieder jegliche Perspektive. Der Branche gehen mehr und mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte verloren", sagte Feuerbach. Jens Michow vom Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft bezifferte den Umsatzverlust von Konzert-, Tournee- und Festivalveranstaltern seit Beginn der Corona-Pandemie und bis Ende 2021 derweil mit mindestens 8,5 Milliarden Euro. Bei Veranstaltern für Messen und Konferenzen stehe der Verlust bei 81 Millionen Euro, so Michow. Michael Kynast vom Fachverband Messen und Ausstellungen  Umfragen ergaben, dass unter 1.000 Unternehmen derzeit 77 Prozent Stornierungen hinnehmen mussten. Der Umsatzverlust liege allein dafür bei 98 Millionen Euro, insgesamt sei man nur noch zu 40 Prozent ausgelastet.

Im Forum Veranstaltungswirtschaft sind der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC), die Interessengemeinschaft der selbstständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft (ISDV), der Verband der Musikspielstätten in Deutschland Livekomm, der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT) und der Fachverband Messen und Ausstellungen (FAMA) zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel ist die Bündelung der Netzwerke und Ressourcen, um gemeinsam der Politik gegenübertreten zu können.

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