> > > Bundesverdienstkreuz für Komponist Arvo Pärt
Samstag, 3. Dezember 2022

Komponist Arvo Pärt, © Manuela Bachmann

Komponist Arvo Pärt, © Manuela Bachmann

Beitrag zur klassischen Musik gewürdigt

Bundesverdienstkreuz für Komponist Arvo Pärt

Laulasmaa, . Der estnische Komponist Arvo Pärt ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Er erhielt die Auszeichnung in dem nach ihm benannten Arvo-Pärt-Zentrum in Laulasmaa nahe der estnischen Hauptstadt Tallinn als Würdigung für seinen Beitrag zur klassischen Musik. Pärt gilt als einer der meistgespielten und prägendsten lebenden Komponisten. Überreicht wurde ihm das Bundesverdienstkreuz von Christiane Hohmann, der deutschen Botschafterin in Estland.

Arvo Pärt wurde 1935 im estländischen Paide geboren. 1954 begann er ein Musikstudium und arbeitete zunächst als Tonmeister beim estnischen Rundfunk. Zwischen 1958 und 1963 studierte er Komposition bei Veljo Tormis und Heino Eller. Wegen der nicht als systemkonform angesehenen modernen Komponierweise und wegen ihres religiösen Gehaltes erregte Pärts Musik den Unwillen der sowjetischen Kulturfunktionäre. 1960 wurde seine Komposition "Nekrolog" offiziell missbilligt. Anfang der 70er Jahre trat der Komponist der russisch-orthodoxen Kirche bei und entwickelte wenige Jahre später den von ihm benannten "Tintinnabuli"-Stil. 1980 emigrierte Pärt zusammen mit seiner Familie auf Druck der Regierung ins Ausland. Der Komponist ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter der Preis der europäischen Kirchenmusik, der internationale Brückepreis, der Praemium Imperiale und die Gloria-Artis-Medaille. Außerdem besitzt er die Ehrendoktorwürde der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Oxford University. Seit 2011 ist Pärt Mitglied des Päpstlichen Kulturrats, 2018 wurde nahe der estnischen Hauptstadt Tallinn ein Kulturzentrum mit seinem Namen eröffnet.

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