> > > Nürnberg: Stadt hält an Opernhaus-Sanierung fest
Sonntag, 5. Dezember 2021

Staatstheater Nürnberg, © Andreas Praefcke

Staatstheater Nürnberg, © Andreas Praefcke unter CC BY 3.0

Entscheidung über Ersatz-Spielstätte vertagt

Nürnberg: Stadt hält an Opernhaus-Sanierung fest

Nürnberg, . Die Stadt Nürnberg hält an ihren Plänen zur Sanierung des historischen Opernhauses fest. Dieses Vorhaben war zuletzt wegen der horrenden Kosten für die Steuerzahler öffentlich kritisiert worden: Zusammen mit den Ausgaben für die Ausweichspielstätte wird mit bis zu einer Milliarde Euro wurden gerechnet. Das über 100 Jahre alte Haus kann unter anderem durch Brandschutzanforderungen nur noch bis 2025 genutzt werden. Außerdem benötigt das Opernhaus rund 10.000 Quadratmeter mehr Platz für Seitenbühne, Orchestergraben und Proberäume. Die Opernhaus-Kommission des Stadtrats strebt eine "größtmögliche Beteiligung des Freistaats" an. Eine Entscheidung soll Mitte Dezember fallen, Oberbürgermeister Marcus König (CSU) versprach eine breite Bürgerbeteiligung. "Die Frage, wie wir mit Opernhaussanierung, Interim und allen damit zusammenhängenden Themen umgehen, wird die Stadt, unsere Kultur und auch Stadtentwicklung in den nächsten Jahren prägen", hieß es. Auch eine Entscheidung zu einer Ausweichspielstätte ist noch nicht gefallen. Zur Debatte steht derzeit die Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, doch wegen der Geschichte des Baus der Nationalsozialisten ist dieser Vorschlag umstritten.

Das Staatstheater Nürnberg wurde 1905 eröffnet. Nach Zerstörung und Umnutzung in und nach dem Zweiten Weltkrieg dient es seit 1956 durchgehend als Opernhaus, seit 2003 trägt es wieder den Namen "Staatstheater". Das Dreispartenhaus wird als Staatsbühne des Freistaates Bayern seit 2005 als Stiftung öffentlichen Rechts geführt. Das Haus umfasst derzeit 550 Festangestellte und gibt mehr als 650 Vorstellungen für jährlich ca. 270.000 Besucher. Staatsintendant ist Jens-Daniel Herzog, Generalmusikdirektorin ist Joana Mallwitz.

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