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Sonntag, 5. Dezember 2021

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Dirigent Martijn Dendievel, © Heike Fischer

Dirigent Martijn Dendievel, © Heike Fischer

Martijn Dendievel erhält Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro

Deutscher Dirigentenpreis geht an Belgier

Köln, . Der Belgier Martijn Dendievel hat den Deutsche Dirigentenpreis 2021 gewonnen. Der erste Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro dotiert. Den mit 10.000 Euro dotierten zweiten Platz erreichte Aivis Greters aus Lettland, Platz drei ging mit 5.000 Euro an Hangyul Chung als Südkorea. Letzterer erhielt außerdem den Publikumspreis in Höhe von 2.500 Euro. Das Gürzenich-Orchester Köln, die Hofer Symphoniker, die Münchner Symphoniker, die Nürnberger Symphoniker, die Oper Köln, das Symphonieorchester Wuppertal, Theater und Orchester Heidelberg, das WDR Sinfonieorchester und die Württembergische Philharmonie Reutlingen haben bereits zugesagt, Engagements an einen der Preisträger zu vergeben. Der Deutsche Dirigentenpreis fand in seiner jetzigen Form zum dritten Mal statt. Die Jury bestand in diesem Jahr aus Markus Stenz, Marc Albrecht, Martin Griebl, Ursula Maria Berg, Louwrens Langevoort, Christian Macelaru, Birgit Meyer, Stefan Fragner, Kristiina Poska und Lucas Singer.

Martin Dendievel wurde 1995 in Oostende in Belgien geboren. Zunächst spielte er Geige, wechselte dann jedoch zum Cello. Er erlernte außerdem Schlagzeug, Cembalo und Blockflöte. Im Alter von 14 Jahren wurde er am Königlichen Konservatorium in Brüssel aufgenommen. 2014 wechselte er an die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar zu Nicolas Pasquet und Ekhart Wycik. Dendievel nahm mehrfach an Meisterkursen bei Bernard Haitink teil. Er organisierte das Festival for Minimal Music 2016. Im selben Jahr gab er bei der Uraufführung des Chorwerks "Cities – Springs of Diversities" von Baudouin de Jaer sein Debüt als Dirigent im Palais des Beaux-Arts in Brüssel. Zeitgleich wurde er Gastdirigent des Akademischen Orchesters Halle, 2018 wurde er Assistenzdirigent beim Symfonieorkest Vlaanderen. Ebenfalls 2018 erhielt Dendievel den ersten Preis beim Dirigierwettbewerb der mitteldeutschen Musikhochschulen und beim Dirigierwettbewerb des MDR-Sinfonieorchesters, außerdem zeichnete ihn die Musikhochschule Weimar mehrfach aus. 2019 gewann er den Louis Spohr-Dirigierwettbewerb. Dendievel trat bereits mit dem Antwerp Symphony Orchestra, dem Concertgebouw Orkest, der Jenaer Philharmonie, der Thüringer Philharmonie Gotha Eisenach und der Philharmonie Baden-Baden auf.

Der Deutsche Dirigentenpreis (DDP) ist ein vom Deutschen Musikrat in Partnerschaft mit der Kölner Philharmonie, der Oper Köln, dem Gürzenich-Orchester Köln und dem WDR Sinfonieorchester ausgetragener internationaler Wettbewerb für junge Dirigentinnen. Vom 11. bis 18. Oktober 2019 wurde er zum zweiten Mal in Köln ausgetragen. Die Auszeichnung geht zurück auf den Preis des Dirigentenforums, der im Jahr 1995 erstmalig an einen Stipendiaten des Förderprogramms verliehen wurde. 2017 wurde der Wettbewerb erstmals international ausgetragen. In seinen Anforderungen ist der Deutsche Dirigentenpreis einzigartig, denn er berücksichtigt gleichermaßen die Gattungen Oper und Konzert im Repertoire und fordert so das genreübergreifende Können der Kandidaten. Als Preisträger gingen bisher u.a. Mihkel Kütson, Simon Gaudenz, Francesco Angelico, Kristiina Poska und Hossein Pishkar hervor.

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