> > > Heinrich-Schütz-Preis 2021 für Musikwissenschaftler Werner Breig
Sonntag, 24. Oktober 2021

Heinrich-Schütz-Preisträger Werner Breig, © KampradMedia

Heinrich-Schütz-Preisträger Werner Breig, © KampradMedia

Auszeichnung ist undotiert

Heinrich-Schütz-Preis 2021 für Musikwissenschaftler Werner Breig

Gera, . Der Heinrich-Schütz-Preis geht in diesem Jahr an den Musikwissenschaftler Werner Breig. Breig begründete 1979 das Schütz-Jahrbuch, dessen Herausgeber er bis 1996 war. Außerdem editierte er mehrere Bände der Neuen Schütz-Ausgabe. Derzeit arbeitet er an einem Schütz-Werkverzeichnis auf neuestem Forschungsstand. "Seit Jahrzehnten ist Prof. Dr. Werner Breig einer der wichtigsten Musikwissenschaftler und Herausgeber, der sich intensiv mit dem Werk von Heinrich Schütz beschäftigt, immer neue gedankliche Wege geht und darüber hinaus mit seinen akribisch edierten Notenausgaben einerseits wissenschaftliche Maßstäbe setzt und andererseits die Voraussetzungen für eine aktive Pflege des musikalischen Erbes im Konzertleben schafft", so Christina Siegfried, Intendantin des Heinrich-Schütz-Musikfestes, über den Preisträger. Siegfried zeigte sich darüber hinaus überzeugt, dass Breig auch weiterhin wesentliche Akzente in der Schütz-Forschung setzen werde. Die Auszeichnung ist undotiert. Verliehen wird sie Mitte Oktober im Rahmen des Musikfestes im Theater Gera.

Werner Breig wurde am 29. Juni 1932 in Zwickau geboren. Er studierte ab 1950 Kirchenmusik an der Berliner Kirchenmusikschule im Johannisstift. Daran schloss er ein Studium der Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Bibliothekswissenschaft in Erlangen-Nürnberg und Hamburg an. 1962 wurde er über Heinrich Scheidemann promoviert. Danach arbeitete er am musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Freiburg, wo er sich 1973 auch habilitierte. Im Jahr darauf wurde er Professor an der Hochschule für Musik Karlsruhe sowie Leiter des musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Karlsruhe. 1979 wurde er als Professor nach Wuppertal berufen, von 1988 bis zu seiner Emeritierung 1997 arbeitete er in Bochum. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kompositionen des 17. Und 18. Jahrhunderts.

Der Heinrich-Schütz-Preis wurde das erste Mal im Oktober 2018 verliehen. Jährlich werden Künstler, Ensembles oder Institutionen ausgezeichnet, die sich für Vermittlung und Verbreitung des Werkes Heinrich Schütz‘ einsetzen. Den Ehrenpreis in Form einer Medaille erhalten Persönlichkeiten oder Institutionen, die künstlerisch und wissenschaftlich Herausragendes bei der Vermittlung und Verbreitung der Musik von Schütz und seiner Zeit sowie deren Bewahrung und Förderung geleistet haben. Die silberne Medaille wurde von der Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach gestaltet. Sie wird im Rahmen des Heinrich-Schütz-Musikfests verliehen. Dieses findet jährlich an den wichtigsten Stationen des Komponisten in Weißenfels, Zeitz, Bad Köstritz, Gera und Dresden statt. Es ist eines der bedeutendsten europäischen Festivals zur Musik des 17. Jahrhunderts. Der erste Preisträger war Dirigent Hans-Christoph Rademann, es folgten Roger Norrington und Francoise Lasserre.

Weiterführende Informationen:

Portrait Heinrich Schütz
Portrait Sir Roger Norrington

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