> > > Praemium imperiale für Cellist Yo-Yo Ma
Sonntag, 19. September 2021

Cellist Yo-Yo Ma, © Jeremy Cowart

Cellist Yo-Yo Ma, © Jeremy Cowart

Kein Preisträger in der Sparte Theater und Film

Praemium imperiale für Cellist Yo-Yo Ma

Berlin/Tokio, . Der Kunstpreis Praemium Imperiale in der Sparte Musik geht in diesem Jahr an den US-amerikanischen Cellisten Yo-Yo Ma. Weitere Auszeichnungen erhalten der brasilianische Fotograf Sebastiao Salgado, der US-Künstler James Turrell sowie der australische Architekt Glenn Murcutt. Dies gab der frühere Präsident des Goethe-Instituts und Repräsentant der Japan Art Association, Klaus-Dieter Lehmann in Berlin bekannt. Die Auszeichnung ist jeweils mit rund 115.000 Euro dotiert und gilt als weltweit wichtigster Kunstpreis. In der Kategorie Theater/Film wurde in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie kein Preisträger benannt, ein Nachwuchspreis erhält laut Mitteilung ein italienisches Institut, das Restauratoren ausbildet. Die Künstler zeichneten sich laut Lehmann durch große Offenheit und mutiges gesellschaftliches Engagement aus. "Sie sind bereit, Grenzen zu überschreiten und das Verbindende zu stärken. Mit ihren künstlerischen Positionen durchbrechen sie gerade in der Corona-Krise Abschottung und Isolation ".

Yo-Yo Ma wurde am 7. Oktober 1955 in Paris geboren. Im Alter von fünf Jahren zog er mit seiner chinesischstämmigen Familie nach New York. Der junge Cellist fand große mediale Aufmerksamkeit und galt als Wunderkind, der schon im Alter von sieben Jahren vor Dwight D. Eisenhower und John F. Kennedy auftrat. Er studierte an der Juilliard School und Columbia University in New York sowie an der Harvard University in Cambridge. Yo-Yo Ma zeichnet auch für zahlreiche Filmmusiken verantwortlich, zum Beispiel "Zwei glorreiche Halunken" (1966), "Es war einmal in Amerika" (1984), "Die Unbestechlichen" (1987) oder "Die Geisha" (2005). Er hatte zahlreiche Auftritte in Fernsehserien für Kinder, unter anderem "The West Wing", "Erdferkel Arthur und seine Freunde", "Die Sesamstraße" und "Mister Rogers' Neighborhood". Sein künstlerisches Wirken wurde bereits mit zahlreichen Auszeichnungen honoriert, darunter die "National Medal of Arts", mehrere Grammy-Preise sowie die "Presidential Medal of Freedom". 2006 wurde er zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen ernannt.

Die häufig als "Nobelpreis der Künste" bezeichnete Auszeichnung Praemium Imperiale wurde 1989 auf Anregung des japanischen Kaiserhauses zum Andenken an Prinz Takamatsu gestiftet. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des japanischen Kaiserhauses und wird von der Japanese Art Association jährlich an große Künstler der Bereiche Musik, Malerei, Skulptur, Architektur und Theater/Film vergeben. Umgerechnet ist die Auszeichnung mit 115.000 Euro dotiert. Unter den bisherigen Preisträgern im Bereich Musik befinden sich unter anderem Riccardo Muti, Plácido Domingo, Daniel Barenboim, Philip Glass, Gidon Kremer, Maurizio Pollini, Claudio Abbado, Hans Werner Henze, Leonard Bernstein, Arvo Pärt, Anne-Sophie Mutter und Mitsuko Uchida.

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