> > > Thüringisches Landesmusikarchiv erhält Brahms-Sammlung
Samstag, 25. September 2021

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Prof. Renate Hofmann, Prof. Kurt Hofmann, Dr. Christoph Meixner, © Thomas Müller

Prof. Renate Hofmann, Prof. Kurt Hofmann, Dr. Christoph Meixner, © Thomas Müller

Exponate benötigen spezielle Bedingungen

Thüringisches Landesmusikarchiv erhält Brahms-Sammlung

Weimar, . Das Thüringische Landesmusikarchiv in Weimar hat eine Sammlung zu Johannes Brahms erhalten. Es handelt sich dabei um Exponate rund um Leben und Werk des Komponisten, die von den Brahms-Forschern Renate und Kurt Hofmann gesammelt wurden. Dazu zählen plastische Werke, Bilder und Fotografien, dazu Dokumente wie Notendrucke, Programmzettel und Brief-Autographen des Musikers an andere Künstler sowie Förderer.

Bislang wurde die Sammlung auf Schloss Altenstein in Bad Liebenstein aufbewahrt, wo Brahms zu Lebzeiten häufig zu Gast war. Allerdings benötigt die Sammlung nun spezielle konservatorische Bedingungen, die das Schloss derzeit nicht bietet. Die Exponate wurden daher vom Schloss Altenstein und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten dem Landesmusikarchiv im Beisein der Sammler übergeben. Der an die Weimarer Musikhochschule geknüpfte neue Verwahrungsort macht die Stücke auch für die Forschung zugänglicher.

Johannes Brahms wurde am 7. Mai 1833 als Sohn eines Musikers in Hamburg geboren und lebte während seiner Kindheit in ärmlichen Verhältnissen. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er im Jahr 1840 und gab sein Debüt als Pianist drei Jahre später. Bereits im Alter von 13 Jahren trug Brahms als Pianist zum Lebensunterhalt bei. Im Jahr 1858 wurde Brahms Hofmusikdirektor am Fürstenhof zu Detmold, lernte im gleichen Jahr Agathe von Siebold kennen und verlobte sich mit ihr, hielt sein Eheversprechen allerdings nicht ein. Weitere Engagements als Leiter des Frauenchors in Hamburg und als Pianist folgten. Zwischen 1863 und 1864 wurde er Chef der Singakademie in Wien, wo er sich auch endgültig niederließ. Von 1872 bis 1875 übernahm Brahms als Dirigenten die Leitung der Gesellschaftskonzerte der Musikfreunde. 1878 trat er seine erste Italienreise an. Ausgezeichnet wurde Brahms unter anderem mit der Mitgliedschaft in der Berliner Akademie der Künste und 1886 als Ehrenpräsident des Wiener Tonkünstlervereins sowie als Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Hamburg. Von den Universitäten Cambridge und Breslau erhielt er die Ehrendoktorwürde. Johannes Brahms starb am 3. April 1897 in Wien.

Weiterführende Informationen:

Portrait Johannes Brahms

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