> > > Deutscher Musikrat vergibt 35 Millionen Euro an freie Ensembles
Donnerstag, 30. Juni 2022

Ensembles können bis zu 150.000 Euro Förderung erhalten

Deutscher Musikrat vergibt 35 Millionen Euro an freie Ensembles

Bonn, . Der Deutsche Musikrat setzt ein Projekt des "Neustart Kultur"-Förderprogramms der Bundesregierung um und stellt Mittel in Höhe von 35 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Teilprogramm mit fünf Millionen Euro richtet sich dabei speziell an Nachwuchskünstler. Ab Mitte September bis Ende Oktober können sich freie professionelle Ensembles aus der klassischen Musik um Gelder bewerben. Voraussetzung sind mindestens zwei Mitglieder, eine nicht überwiegend öffentliche Finanzierung sowie die Durchführung der eigenen Projekte im Inland. Die Obergrenze der finanziellen Förderung für einen einzelnen Klangkörper liegt bei 150.000 Euro. Mit den Geldern soll die kulturelle Infrastruktur auch nach der Corona-Pandemie erhalten und gestärkt werden. Über die Anträge entscheiden unabhängige Fachjurys.

"Die freien Ensembles mit ihren ganz unterschiedlichen Spezialisierungen gehören zur einzigartigen künstlerischen DNA Deutschlands – und sind doch der Corona-Krise schutzlos ausgeliefert", so Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats. Krüger dankte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), dass sie die Mittel zur Verfügung gestellt habe. Grütters selbst verwies im Vorfeld auf die "existenzbedrohenden" Pandemiefolgen für die freie Kunstszene. "Mit unserer Förderung wollen wir die große Anzahl professioneller Ensembles aller Genres in freier Trägerschaft unterstützen und damit dazu beitragen, ihre enorme künstlerische Qualität zu erhalten", so Grütters.

Zuvor hatte der Deutsche Musikrat bereits das Stipendienprogramm Klassik vergeben dürfen.

Der Deutsche Musikrat wurde 1953 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Er ist ein Dachverband mehrerer musikalischer Fachverbände und Träger zahlreicher Förderprojekte. Außerdem ist er den Musikräten der 16 Bundesländer übergeordnet. Er wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt, berät umgekehrt die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien bei musikpolitischen Themen und ist Mitglied der UNESCO. Schirmherr ist der Bundespräsident.

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