> > > Päpstlicher Silvesterorden für Trompeter und Dirigent Ludwig Güttler
Sonntag, 19. September 2021

Trompeter Ludwig Güttler, © Rs-foto

Trompeter Ludwig Güttler, © Rs-foto unter CC BY-SA 4.0

Auszeichnung ist undotiert

Päpstlicher Silvesterorden für Trompeter und Dirigent Ludwig Güttler

Dresden, . Der Trompeter Ludwig Güttler ist mit dem päpstlichen Silvesterorden ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ehrt Verdienste rund um die römisch-katholische Kirche. Wie die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche in Dresden mitteilte, sei Güttler mit der Ehrung überrascht worden, als er mit seinem Blechbläserensemble ein Konzert im österreichischen Stift Zwettl gab. Dort war er von 2008 bis 2017 Leiter des Musikfestes.

Ludwig Güttler wurde am 13. Juni 1943 wurde im erzgebirgischen Sosa geboren. Er studierte Trompete an der Hochschule für Musik Leipzig und war danach unter anderem zwischen 1965 und 1969 Mitglied des Händel-Festspiel-Orchesters in Halle (Saale) sowie von 1969 bis 1980 der Dresdner Philharmonie. Bis 1990 war er außerdem Professor an der Dresdner Musikhochschule. Neben seinem intensiven Eintreten für die Piccolotrompete und das Corno da caccia trat er ab den 1970er Jahren auch als Dirigent in Erscheinung. Er konzertierte mit zahlreichen Klangkörpern, unter anderem mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum. 1976 gründete er das Leipziger Bach-Collegium, zwei Jahre später das Blechbläserensemble Ludwig Güttler, 1985 erfolgte die Gründung der Virtuosi Saxoniae. Zudem war er Leiter des Festivals "Sandstein und Musik" sowie der "Musikwoche Hitzacker". Güttler wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis, dem Konrad-Adenauer-Preis, der Sächsischen Verfassungsmedaille, dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich. Er ist Officer of the Order of the British Empire und Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

Der Orden des heiligen Papstes Silvester wird für Verdienste um die römisch-katholische Kirche verliehen. In seiner heutigen Form wurde er 1841 von Papst Gregor XVI. eingeführt, Pius X. reformierte die Auszeichnung 1905. Die heutigen Ordensklassen gibt es seit 1993, außerdem kann der Orden seither auch an Frauen verliehen werden. Ausgezeichnet werden Laien und die Würdigung wird mittelbar durch den aktuellen Papst vergeben.

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