> > > Staatsoper Stuttgart: Steuerzahlerbund kritisiert Sanierungspläne
Sonntag, 19. September 2021

Staatsoper Stuttgart, © Matthias Baus

Staatsoper Stuttgart, © Matthias Baus

Kosten von mehr als einer Milliarde Euro für die Steuerzahler

Staatsoper Stuttgart: Steuerzahlerbund kritisiert Sanierungspläne

Stuttgart, . Der Bund der Steuerzahler hat die geplante Sanierung des Stuttgarter Opernhauses kritisiert und eine preiswertere Lösung gefordert. Aktuell stehen Kostenschätzungen von rund einer Milliarde Euro für die Sanierung im Raum. Der Landesvorsitzende für Baden-Württemberg, Zenon Bilaniuk, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: "Wir befinden uns derzeit in einer finanziell äußerst angespannten Situation. Da können wir nicht so tun, als sei nichts geschehen". Land und Stadt müssten das Projekt "abspecken und eine Lösung finden, die deutlich weniger Geld verschlingt".

Der Stuttgarter Gemeinderat will heute über die Sanierung abstimmen. Die Diskussion um die Sanierung der Stuttgarter Oper zieht sich bereits einige Jahre hin. Zuletzt wurden die Kosten für die Sanierung des Hauses mit über eine Milliarde Euro beziffert. Vor 2025 kann mit den Arbeiten nicht begonnen werden, danach wird die Bauzeit mit fünf bis sieben Jahren angegeben.

Bezahlen müssen Stadt und Land zu gleichen Teilen. Das Land Baden-Württemberg ist aktuell mit rund 59 Milliarden Euro verschuldet. Pro Einwohner sind dies umgerechnet etwa 5.300 Euro, die Schulden steigen pro Sekunde um 117 Euro.

Das Opernhaus Stuttgart wurde 1912 nach Max Littmann fertiggestellt. Die von Littmann konzipierte und entworfene Theater-Doppelhausanlage mit Großem Haus, Kleinem Haus sowie den die beide Spielstätten verbindenden Funktionstrakten für Werkstätten, Technik, Verwaltung und Gastronomie machen das Haus zum größten Dreisparten-Theater der Welt. Eine Modernisierung wurde 1956 durch den Architekten Paul Stohrer vorgenommen.1983/84 wurden diese Eingriffe in den Zuschauerraum und die Foyers rückgängig gemacht und das Große Haus nach den Originalplänen Max Littmanns renoviert und technisch auf den Stand der Zeit gebracht. Generalmusikdirektor ist Cornelius Meister, als Intendant amtet Viktor Schoner. Bislang werden die Kosten für die geplante Renovierung auf eine Milliarde Euro geschätzt, 2025 soll mit den auf fünf bis sieben Jahre angelegten Arbeiten begonnen werden.

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