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Montag, 26. Juli 2021

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Preisträgerin Elizabeth Wallfisch, © Ben Ealovega

Preisträgerin Elizabeth Wallfisch, © Ben Ealovega

Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert

Telemann-Preis 2021 für Elizabeth Wallfisch

Magdeburg, . Der diesjährige Georg-Philipp-Telemann-Preis geht an die australische Violinistin Elizabeth Wallfisch. Damit würdigt die Stadt Magdeburg ihre Verdienste als Telemann-Interpretin und die weltweite Verbreitung seiner Werke als Musikerin, Ensembleleiterin und Pädagogin. Wallfisch ist die einzige, die bisher einen Großteil der Violinwerke des Komponisten eingespielt hat. Ihre Aufnahmen "loten nicht nur die kompositorische Bandbreite und abwechslungsreichen Strukturen dieser Werkgruppe aus, sondern bestechen aufgrund der traumwandlerischen Sicherheit, mit der Elizabeth Wallfisch den Telemannischen Ton mit brillantem Sinn fürs Detail schwungvoll und leidenschaftlich trifft", so hieß es in der Begründung. Obwohl Wallfisch sich inzwischen aus dem Konzertbereich zurückgezogen hat, will sie diese Aufnahmenreihe noch beenden. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung soll der australischen Musikerin Mitte September im Gesellschaftshaus Magdeburg durch Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) übergeben werden. Die Violinistin steht dann für ein Galakonzert gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester auf der Bühne.

Elizabeth Wallfisch wurde am 28. Januar 1952 geboren. Ihr erstes Konzert als Solistin spielte sie im Alter von 12 Jahren. Nach der Schule studierte sie Violine an der Royal Academy of Music in London bei Frederick Grinke. Während dieser Zeit gewann sie unter anderem den Franco Gulli Senior Prize und den Mozart Memorial Prize. In den 70er Jahren wurde sie für ihre Bach-Interpretation bei der Carl Flesch Competition geehrt, woraufhin sie sich immer mehr als Barockinterpretin einen Namen machte. 1989 gründete sie gemeinsam mit Cellist Richard Tunnicliffe und Cembalist Paul Nicholson das Locatelli Trio, heute Convivium. Außerdem leitete sie das Orchestra of the Age of Enlightenment, die Hanover Band, die Raglan Baroque Players, das L’Orfeo Barockorchester, das Australian Chamber Orchestra und das Australian Brandenburg Orchestra. 2008 gründete sie The Wallfisch Band, die das Zusammenspiel von jungen Musikern und erfahrenen Interpreten fördert. Ferner unterrichtete sie Barockvioline am Konservatorium in Den Haag und der Royal Academy of Music in London.

Der Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wird seit 1987 jährlich vergeben. Er wird für besondere Leistungen bei Interpretation, Erforschung und Pflege des Lebens und Werks Georg Philipp Telemanns an Einzelpersonen, Ensembles oder Institutionen verliehen. Der Preis besteht aus einer Urkunde, dem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und einer Bronzeplakette. Die Preisverleihung findet jeweils im Umfeld des Geburtstages von Georg Philipp Telemann statt. Frühere Preisträger waren unter anderen Klaus Mertens, Ludwig Güttler, Nikolaus Harnoncourt, Hermann Max, René Jacobs, Martin Ruhnke, Wolf Hobohm, Paul Dombrecht, Burkhard Schmilgun, Thomaskantor Gotthold Schwarz und das CD-Label cpo. 2019 wurde Klaus Hofmann (Göttingen) mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis ausgezeichnet, 2020 die Blockflötistin Dorothee Oberlinger.

Weiterführende Informationen:

Portrait Georg Philipp Telemann
Portrait René Jacobs

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