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Montag, 26. Juli 2021

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Sinfonieorchester Basel, © Peaches and Mint

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97 Prozent der Gelder fließen in die Klassik

Basel: Musikerinitiative fordert Umverteilung von Kultursubventionen

Basel, . Die Musikerinitiative "IG Musik Basel" fordert Veränderungen bei der Verteilung der öffentlichen Gelder im Kulturbereich. In der Stadt Basel gingen aktuell 94 der finanziellen Mittel an Musikinstitutionen, davon 90 Prozent an klassische Einrichtungen, und nur 4 Prozent an freischaffende Künstler. Insgesamt würden außerdem 97 Prozent der Subventionen für die Klassik genutzt. Von rund zehn Millionen Schweizer Franken (rund 9,14 Millionen Euro) pro Jahr gehen damit nur rund 400.000 Franken (rund 365.000 Euro) an freischaffende Musiker der Bereiche Pop, Rock, Hip-Hop, Jazz und anderer Musikstile.

Die Musiker kritisieren diese Verteilung und sehen eine Schieflage gegenüber freischaffenden Musikern und anderer Genres, schließlich gebe es mehr freie als angestellte Musiker sowie mehr Musik als nur die Klassik. "Basel-Stadt sollte laut Kulturfördergesetz für ein vielfältiges Musikschaffen und Musikangebot sorgen", so die Initiative. Die IG Musik fordert ein "zeitgemäßes Update". Aus ihrer Sicht soll Innerhalb von acht Jahren die Kulturabteilung des Kantons Basel-Stadt ihre Förderung an die Interessenvielfalt angleichen. Dafür sollen die Fördermittel umverteilt werden, jeweils mindestens ein Drittel der Beträge soll dabei an Institutionen und freie Musiker gehen. Über die Gelder für Freischaffende soll künftig eine Vergabestelle entscheiden, ansonsten soll unter gleichen Voraussetzungen gefördert werden. Um die bestehenden Förderungen nicht kürzen zu müssen, schlägt die IG Musik Basel darüber hinaus eine Erhöhung des Subventionensbudgets vor.

Die IG Musik Basel wurde Ende 2019 gegründet. Die Musiker wollen Musik genreübergreifend vertreten und als "unverzichtbaren Teil des kulturellen Lebens in der Gesellschaft" darstellen. Im Fokus steht dabei die gleichmäßige staatliche Förderung professionellen Musikschaffens.

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