> > > Preis des Musikfestes Bremen für Philippe Herreweghe
Montag, 26. Juli 2021

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Dirigent Philippe Herreweghe, © Michiel Hendryckx

Dirigent Philippe Herreweghe, © Michiel Hendryckx

Auszeichnung ist undotiert

Preis des Musikfestes Bremen für Philippe Herreweghe

Bremen, . Das Musikfest Bremen hat den belgischen Dirigenten Philippe Herreweghe für seinen diesjährigen Musikfest-Preis ausgewählt. Die undotierte Auszeichnung wird an Musiker verliehen, die durch ihr künstlerisches Wirken Akzente in der Musikwelt setzen und das Profil des Musikfestes prägen. Herreweghe trat erstmals 1996 beim Bremer Musikfest auf, gemeinsam mit dem Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent. Danach war er noch elf Mal vertreten, unter anderem mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und dem Mahler Chamber Orchestra. Mit diesen Auftritten habe er "eindrucksvoll unterstrichen, warum er seit Jahrzehnten einer der führenden Protagonisten der historischen Aufführungspraxis ist", so die Findungskommission. Ferner wurden seine historische Genauigkeit, die adäquate und gründliche Lesart der Werke sowie der Einsatz historischer Instrumente gelobt. Auch habe er "immer wieder neue, faszinierende Perspektiven auf vermeintlich bekanntes Repertoire eröffnet".

Philippe Herreweghe wurde am 3. Mai 1947 in Gent geboren. Er studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Klavier, Cembalo und Orgel, danach außerdem Medizin mit psychiatrischem Schwerpunkt. Währenddessen arbeitete er als Chorleiter und wirkte an Nikolaus Harnoncourts Bachkantaten-Einspielung mit. 1970 gründete er das Collegium Vocale Gent, das er heute noch leitet und das sich mit historischer Aufführungspraxis vorbarocker Musik beschäftigt, seit 1989 mit Instrumentalbegleitung. 1977 gründete er das Chapelle Royale, welches er ebenfalls noch heute leitet. Der Fokus liegt dort auf französischer Barockmusik. Außerdem ist Herreweghe Leiter des Pariser Orchestre des Champs Elysées sowie seit 1999 Dirigent der Königlichen Philharmonie Flandern in Antwerpen. Von 1982 bis 2002 war er künstlerischer Leiter des Festival de Saintes. 1993 war er mit dem Collegium Vocale der Kulturbotschafter Flanderns, 1994 ernannte man ihn zum Officier des Arts et Lettres, 1997 zum Ehrendoktor der Universität Löwen und 2003 zum Ritter der französischen Ehrenlegion. Im gleichen Jahr wurde Philippe Herreweghe vom belgischen König in den Adelsstand berufen. 2010 erhielt er auch die Bach-Medaille der Stadt Leipzig.

Der Bremer Musikfest-Preis wird seit 1998 jährlich an Solisten, Ensembles, Orchester und Dirigenten vergeben, die durch ihr herausragendes künstlerisches Wirken in der internationalen Musikwelt eigenständige Akzente gesetzt haben. Preisträger der vergangenen Jahre waren unter anderem Rolando Villazón, Janine Jansen, Jessye Norman, Nikolaus Harnoncourt, Marc Minkowski, Anne Sofie von Otter, Hélène Grimaud, Masaaki Suzuki und Ottavio Dantone.

Weiterführende Informationen:

Portrait Masaaki Suzuki
Portrait Philippe Herreweghe

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