> > > Carl Reinecke-Gesellschaft Leipzig gegründet
Donnerstag, 17. Juni 2021

Gründungsmitglieder der Carl Reinecke-Gesellschaft Leipzig, Stefan Schönknecht, Dr. Katrin Schmidinger, Prof. Dietmar Nawroth, im Hintergrund eine Büste von Carl Reinecke im gleichnamigen Museum, © Christine Schönknecht

Gründungsmitglieder der Carl Reinecke-Gesellschaft Leipzig, Stefan Schönknecht, Dr. Katrin Schmidinger, Prof. Dietmar Nawroth, im Hintergrund eine Büste von Carl Reinecke im gleichnamigen Museum, © Christine Schönknecht

Musikpflege und Forschung zu Musiker soll ausgebaut werden

Carl Reinecke-Gesellschaft Leipzig gegründet

Leipzig, . In Leipzig ist die Carl Reinecke-Gesellschaft ins Leben gerufen worden. Gründungsmitglieder sind Stefan Schönknecht, Ururenkel von Carl Reinecke, Katrin Schmidinger, die zu Reinecke forscht, und Klavierprofessor Dietmar Nawroth. Ziel der neu gegründeten Gesellschaft ist die Pflege und Förderung der Musik des 1824 in Hamburg geborenen Komponisten, Pianisten und Dirigenten. Ferner soll das Leben Reineckes weiter erforscht werden, unter anderem seine Zeit in Leipzig als Gewandhauskapellmeister und Konservatoriumslehrer. Außerdem will die Carl Reinecke-Gesellschaft Klavier- und Kammermusikveranstaltungen organisieren und junge Künstler fördern. Die Gesellschaft ist im Carl Reinecke-Museum ansässig.

Carl Reinecke wurde am 23. Juni 1824 in Altona geboren. Als Sohn eines Musiklehrers erhielt er früh Unterricht, schon 1835 gab er sein Debüt als Pianist und unternahm Konzertreisen durch Europa. Ein Stipendium von Christian VIII., König von Dänemark und Herzog von Holstein, ermöglichte ihm zwischen 1843 und 1846 einen Aufenthalt in Leipzig. Er studierte und lernte Musiker wie Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann kennen. 1847 wurde er dänischer Hofpianist, musste aufgrund des preußisch-dänischen Kriegs jedoch bald nach Leipzig zurückkehren. 1849 ging er nach Bremen, arbeitete als Dirigent und komponierte, im Folgejahr setzte er seine Karriere auf Einladung von Hector Berlioz in Paris fort. 1851 wurde er Dozent für Klavier am Konservatorium in Köln, zwischen 1854 und 1859 war er Kapellmeister in Barmen, danach Musikdirektor in Breslau. Zwischen 1860 und 1895 war er schließlich als Leiter des Gewandhausorchesters in Leipzig tätig, bis heute die längste Zeit, die jemand dieses Amt bekleidete. Nebenbei lehrte er am städtischen Konservatorium. 1885 wurde er zum Königlich-Sächsischen Professor ernannt, später wirkte er als Direktor des Konservatoriums. Carl Reinecke starb am 10. März 1910 in Leipzig.

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