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Samstag, 10. April 2021

Erster Preisträger wird der Armenier Hovik Sardaryan

Karajan-Akademie vergibt Kompositionsstipendium

Berlin, . Die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker erweitert ihr Engagement für zeitgenössische Musik und vergibt erstmals zusammen mit der "Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa" ein Stipendium für junge Komponisten. Dieses soll künftig jährlich vergeben werden und ist mit jeweils insgesamt 15.000 Euro dotiert. Erster Preisträger wird in der Spielzeit 2021/22 der 1993 geborene armenische Komponist Hovik Sardaryan.

Das Stipendium dient der Arbeit an einem kompositorischen Projekt, das im Rahmen eines Kammermusikkonzertes der Karajan-Akademie vorgestellt wird. Darüber hinaus erhält der Stipendiat die Möglichkeit, sich in das philharmonische Leben einbringen zu können.

Die "Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa" wurde 1971 von Pauline Schwarzkopf gegründet. Stiftungszweck ist die Förderung der Entwicklung junger Menschen zu politisch bewussten und verantwortungsbereiten Persönlichkeiten. Die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker geht auf eine Initiative Herbert von Karajans zurück, der Anfang der 1970er-Jahre die Idee hatte, die Ausbildung des Orchesternachwuchses der Berliner Philharmoniker in einer eigenen Akademie zu organisieren. Diese Form der institutionalisierten Förderung war damals eine Innovation. Zum ersten Mal wurde für herausragende junge Musiker die Möglichkeit geschaffen, sich in einer Gemeinschaft von Spitzenmusikern wie den Berliner Philharmonikern zu vervollkommnen. Im Einzelunterricht und im Bereich der Kammermusik von Dozenten aus den Reihen des Orchesters betreut, integriert in Orchesterproben und Konzerte, sammeln die jungen Musiker Erfahrungen für ihren Berufsweg, erlernen die Disziplin eines Weltklasse-Orchesters und Konzertroutine.

Hovik Sardaryan, 1993 geboren in Armenien, studierte 2010-2014 am Jerewaner Staatskonservatorium bei Ashot Zohrabyan Komposition. 2012 wurde er Preisträger des Wettbewerbs Renaissance (Gjumri, Armenien) und des EstoVest Festivals (Turin, Italien). 2014 gewann er den ersten Preis der Sayat Nova International Composition Competition und wurde mit dem Preis der Armenischen Staatsphilharmonie und dem Carnegie Hall Preis ausgezeichnet. 2016 nahm er an Meisterkursen bei Carola Bauckholt, Oscar Bianchi, Fabien Lévy und am Workshop bei Toshio Hosokawa und Péter Eötvös in Budapest teil, wo er György Kurtág begegnete. Von 2015-2018 war Hovik Sardaryan Stipendiat des DAAD und studierte Komposition bei Wolfgang Rihm an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Derzeit studiert er Musikinformatik mit Schwerpunkt Sonic Arts an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Die Berliner Philharmoniker wurden am 1. Mai 1882 als "Frühere Bilsesche Kapelle" gegründet und 1887 in "Berliner Philharmonisches Orchester" umbenannt. Hans von Bülow übernahm als erster Dirigent die Leitung. Es folgten große Namen wie Arthur Nikisch, der ab 1895 für 27 Jahre Dirigent des Orchesters war, 1922 Wilhelm Furtwängler, 1945 Sergiu Celibidache, 1954 Herbert von Karajan, 1989 Claudio Abbado, 2001 Sir Simon Rattle und aktuell Kirill Petrenko. Seit 2002 ist das Orchester als Stiftung öffentlichen Rechts unter Trägerschaft des Landes Berlin organisiert. Derzeit besitzt es 128 Planstellen. Sitz des Orchesters ist die von Hans Scharoun konzipierte neue Berliner Philharmonie am Kemperplatz in Berlin-Tiergarten.

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