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Mittwoch, 30. November 2022

Nächste Prüfung der Maßnahmen im März

Österreich: Theater und Konzerthäuser bis Ostern geschlossen

Wien, . In Österreich ist der sogenannte "Lockdown" verlängert worden. Die neuen Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betreffen neben der Gastronomie und der Hotellerie auch die Kulturszene. Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos müssen weiterhin geschlossen bleiben während Museen, Archive und Bibliotheken seit vergangener Woche wieder geöffnet sind. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sprach von einer nächsten Überprüfung Anfang März, trotzdem sei mit weiteren Öffnungsschritten erst "rund um Ostern" zu rechnen. Das Veranstaltungsverbot bleibt damit vorerst noch rund sechs weitere Wochen bestehen. Dann allerdings werde man auf den Kultursektor schauen, so Oswald Wagner von der Medizinischen Universität Wien: "Die Menschen werden wieder ins Kino, ins Theater, in die Oper gehen wollen", so der Vizerektor der Universität bei der Pressekonferenz. Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Die Grünen - Die Grüne Alternative) verwies dabei auf die vorbereiteten Produktionen vieler Häuser. "Ich hoffe, dass sich die Situation so entwickelt, dass wir möglichst bald weitere Schritte setzen können", so die Politikerin. Im Kulturbereich halte man sich bisher "vorbildlich an die gesundheitspolitischen Vorgaben". Kurz mahnte jedoch Vorsicht an: Die Infektionslage sei stabil, allerdings nähmen die Fälle von Virus-Mutationen zu. Ein erneutes exponentielles Wachstum der Erkrankungen werde mit dem weiteren Lockdown verhindert.

Die Kulturbranche selbst reagierte ernüchtert auf die Verlängerung des "Lockdowns". Johannes Reitmeier vom Tiroler Landestheater kritisierte die neuen Öffnungen: "Es ist sehr wahrscheinlich, dass nach dem Öffnen des Handels und der körpernahen Dienstleister die Infektionszahlen im Land zumindest nicht fallen werden. Wenn als Konsequenz dessen Theater und Konzertsäle weiterhin dicht bleiben müssen, wäre das ein fatales Signal", so der Theaterintendant. Er verstehe nicht, weshalb die Kultur trotz Präventionskonzepten nicht mit anderen Teilen des gesellschaftlichen Lebens gleichgesetzt werde. Marie Rötzer vom Landestheater Niederösterreich stimmte ihm zu: Das Prinzip der gesellschaftlichen Balance werde auf dem Rücken von Kultur und Gastronomie ausgetragen. "Dabei haben unsere Präventionskonzepte sehr gut funktioniert", so Rötzer.

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