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Mittwoch, 25. Mai 2022

Wiedereröffnung in drei Stufen?

Stufenplan soll Kultur wieder zum Leben erwecken

Berlin, . Die Kulturminister der Länder haben eine mögliche Öffnungsstrategie für den Kulturbereich skizziert. Das gemeinsame Papier zeigt, "wie die Kulturszene und ihre Einrichtungen sich nach einem Ende des Corona-Lockdowns wieder einem Alltag nähern können". Der Plan umfasst drei Stufen, die aktuell geltenden Beschränkungen sollen schrittweise aufgehoben werden. Dies soll einhergehen mit den Lockerungen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft. Außerschulische Bildungsangebote und Kunst- und Musikschulen sollen dem Plan zufolge zeitgleich mit Schulen und Kindergärten wiedereröffnet werden. Daraufhin sollen Museen, Galerien, Gedenkstätten und Bibliotheken spätestens gemeinsam mit dem Einzelhandel folgen. Auf derselben Stufe soll den Ministern zufolge dann auch die Durchführung von Freiluftveranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern ermöglicht werden. Auf Stufe drei würden dann Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos folgen, in etwa zeitgleich mit der Wiederöffnung der Gastronomiebetriebe. Zum selben Zeitpunkt würden Freiluftveranstaltungen auf 500 Personen erweitert.

Die bislang eingeführten Schutzmaßnahmen zur Reduzierung des Infektionsrisikos wie Hygienevorgaben, Belüftung der Räumlichkeiten und die Nachverfolgbarkeit der Besucherkontakte sind auch für den Dreistufenplan Voraussetzung. Grundsätzlich sollen Veranstaltungen draußen eher möglich sein als in geschlossenen Räumen.

"Wir wollen die Kultur einordnen ins allgemeine Geschehen", so der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke), derzeit Vorsitzender der Kulturministerkonferenz, der wegen des Verdachts einer Falschaussage vor einem Untersuchungsausschuss derzeit massiv in der Kritik steht. Auf eine Nennung von Inzidenzwerten wurde im Plan bewusst verzichtet, da nicht sicher sei, ob mutierten Viren möglicherweise größere Vorsicht erforderten. "Diese Pandemie ist bedauerlicherweise einfach planungsfeindlich, weil die Situation sich sehr dynamisch entwickeln kann", so Lederer. Daher müsse auch der Dreistufenplan weiterhin beobachtet und angeglichen werden.

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