> > > München: Kulturhaushalt schrumpft deutlich
Donnerstag, 21. Januar 2021

Kürzungen in Millionenhöhe treffen Staatsoper und Kammerspiele

München: Kulturhaushalt schrumpft deutlich

München, . Der Münchener Kulturetat werde um 6,5 Prozent geringer ausfallen, so Anton Biebl, Kulturreferent der Landeshauptstadt. Insgesamt werden die Kürzungen für den Kulturhaushalt 2021 mit über 15 Millionen Euro beziffert. Davon fallen 11,45 Millionen Euro auf Sachmittel zurück, 4,2 Millionen Euro auf Personalkosten. Primär würden die Kürzungen die städtischen Einrichtungen treffen. So sollen Biebl zufolge beispielsweise bei den Kammerspielen rund zwei Millionen Euro eingespart werden. Die Kürzungen könnten sich in weniger Neuproduktionen, weniger Gastkünstlern, weniger internationalen Projekten und auch weniger Service niederschlagen und somit auch von den Bürgern bemerkt werden. Am meisten Geld werde jedoch den Staatstheatern gestrichen, ganze 5,4 Millionen Euro fallen weg. In der Freien Szene und den Geldern zur Förderung der Stadtteilkultur soll hingegen nicht gespart werden. Diese Bereiche sollen mit Einsparungen bei den großen städtischen Kulturinstitutionen geschützt werden. Auch die Sonderausgaben für einmalige Projekte sollen verschont bleiben. Die Abstimmung über den Haushalt erfolgt Mitte Dezember, bislang stieß das von Biebl vorgestellte Programm auf Zustimmung.

Die Betroffenen reagierten gemischt auf die Ankündigung des Kulturreferenten. Die Kammerspiele finden es "schmerzhaft", auf ihre Rücklagen zugreifen zu müssen. Immerhin könne man so jedoch Personalabbau verhindern und weiterhin freie Mitarbeiter einstellen. Arne Ackermann von der Stadtbibliothek befürchtet dagegen spürbare Lücken im Medienangebot und Veranstaltungskürzungen, bei den Philharmonikern bangt man um das neue Haus in Sendling. Beim Lenbachhaus zeigte sich Direktor Matthias Mühling angesichts der Kürzung von 600.000 Euro hingegen gelassen.

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