> > > Staatstheater Nürnberg nutzt Corona-Pause für Brandschutzmaßnahmen
Donnerstag, 28. Januar 2021

Staatstheater Nürnberg, © Andreas Praefcke

Staatstheater Nürnberg, © Andreas Praefcke unter CC BY 3.0

Sofortmaßnahmen sollen Spielbetrieb bis zum Bezug einer Ausweichspielstätte sichern

Staatstheater Nürnberg nutzt Corona-Pause für Brandschutzmaßnahmen

Nürnberg, . Das Staatstheater Nürnberg will die Schließung während des sogenannten "Teil-Lockdowns" für eine Optimierung des Brandschutzes nutzen. Ein neues brandschutztechnisches Gutachten am Haus hätte ergeben, dass ergänzende Sicherheitseinbauten dringender notwendig seien als bislang angenommen, um vollständige Sicherheit im Gebäude zu gewährleisten. Die erforderlichen baulichen Maßnahmen sollen nun während der Zeit der verordneten Corona-Beschränkungen umgesetzt werden. "Wir machen aus der Corona-Not eine Brandschutztugend", so Intendant Jens-Daniel Herzog.

Die tiefere Untersuchung zum Zustand des Hauses fand im Vorfeld der anstehenden Opernsanierung statt. Ursprünglich wäre dies bei normalem Betrieb erst in einigen Jahren der Fall gewesen, nun jedoch sind entsprechende Sofortmaßnahmen notwendig. Die Mängel seien so groß, dass aktuell nach Brandschutzverordnung lediglich bis zu 200 Personen im Publikum der Staatsoper sein dürften. Die sicherheitstechnischen Anlagen und baulichen Details können übergangsweise mit verhältnismäßig überschaubarem Aufwand ergänzt werden, teilte das Haus mit. Geplant sind rauchdichte Trennwände und die Anpassung der Brandmeldeanlage. Der vollständige Umbau soll nach Umzug des Hauses in eine Ausweichspielstätte während der geplanten Generalsanierung erfolgen.

Das Staatstheater Nürnberg wurde 1905 eröffnet. Nach Zerstörung und Umnutzung in und nach dem Zweiten Weltkrieg dient es seit 1956 durchgehend als Opernhaus, seit 2003 trägt es wieder den Namen "Staatstheater". Das Dreispartenhaus wird als Staatsbühne des Freistaates Bayern seit 2005 als Stiftung öffentlichen Rechts geführt. Das Haus umfasst derzeit 550 Festangestellte und gibt mehr als 650 Vorstellungen für jährlich ca. 270.000 Besucher. Staatsintendant ist Jens-Daniel Herzog, Generalmusikdirektorin ist Joana Mallwitz.

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