> > > Beethoven-Haus freut sich über Brief des Komponisten
Montag, 27. September 2021

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Brief Ludwig van Beethovens an Friedrich Sebastian Mayer, © Barbara Frommann

Brief Ludwig van Beethovens an Friedrich Sebastian Mayer, © Barbara Frommann

Schreiben an Sänger Friedrich Sebastian Mayer stammt aus dem Jahr 1806

Beethoven-Haus freut sich über Brief des Komponisten

Bonn, . Das Beethoven-Haus Bonn hat einen Brief des Komponisten als Schenkung erhalten. Bei dem Schriftstück handelt es sich um ein Schreiben vom 10. April 1806, das der Komponist an Sänger Friedrich Sebastian Mayer verfasste. Dieser hatte in den Uraufführungen von Beethovens "Fidelio" die Rolle des Pizarro übernommen. An dem Tag, auf den der Brief datiert ist, fand die Aufführung der zweiten Opernfassung statt. Inhaltlich bittet Beethoven den Sänger, Ignaz von Seyfried dazu zu bewegen, die Aufführung am Abend zu dirigieren. Er selbst wolle sich das Stück "in der Ferne ansehen und hören". Ferner beklagt sich der Komponist über Musiker, die seine Angaben ignorieren würden. Auch kündigte er in dem Schreiben mehr Proben an. Der Brief deutet auf eine enge Beziehung zu Mayer hin, da Beethoven ihn duzt.

Das Schriftstück, das dem Beethoven-Haus bekannt war, hatte zuvor einem Sammler gehört. Ursprünglich hatte er das Papier mithilfe des Hauses restaurieren lassen wollen, hatte ihn dem Museum dann jedoch ganz überlassen, so Kustodin Julia Ronge. Der Brief fügt sich nun an ein zweites Schreiben im Besitz des Hauses an, das Beethoven ebenfalls bezüglich der "Fidelio"-Aufführung an Mayer richtete. "Beide Briefe zeigen eindrücklich, welch großen Wert Beethoven auf alle Aspekte der Komposition legte", so Ronge.

Der 1889 gegründete Verein Beethoven-Haus Bonn gilt als das international führende Beethoven-Zentrum. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Beethovens Leben, Werk und Wirken lebendig zu halten. Zu der kulturellen Einrichtung gehört die weltweit bedeutendste Beethoven-Sammlung, das Museum in Beethovens Geburtshaus mit über 100.000 Besuchern pro Jahr, eine musikwissenschaftliche Forschungsabteilung nebst Bibliothek und Verlag sowie der Kammermusiksaal Hermann J. Abs. Getragen von rund 800 Freunden, Förderern und Mitgliedern aus über 20 Ländern, unterstützt von Bund, Land NRW, Landschaftsverband Rheinland und der Stadt Bonn, erfüllt das Beethoven-Haus einen kulturellen Auftrag von nationaler und internationaler Bedeutung. Präsident ist seit dem Frühjahr 2020 der Geiger Daniel Hope. 2016 wurde unter dem Dach der Stiftung Beethoven-Haus die gemeinnützige Beethoven Jubiläums Gesellschaft gegründet, die die Koordination und Vermarktung von Beethovens 250. Geburtstag im Jahre 2020 verantwortet.

Ludwig van Beethoven wurde am 17. Dezember 1770 in Bonn getauft. Er entstammt einer aus dem Flämischen eingewanderten Musikerfamilie. Im Alter von 11 Jahren begann sein Musikunterricht bei Christian Gottlieb Neefe. Bereits zwei Jahre später wurde Beethoven Mitglied der kurfürstlichen Kapelle in Bonn. 1792 zog er nach Wien, wo er weiteren Musikunterricht nahm, unter anderem bei Joseph Haydn. 1795 trat Beethoven erstmals als Pianist mit eigenen Kompositionen auf. Zur gleichen Zeit etwa begann ein starkes Hörleiden, das sich bis 1819 zu völliger Taubheit entwickelte. Dennoch war Beethoven bis zu seinem Tode als Pianist und Komponist tätig. Sein kompositorisches Schaffen umfasst Orchesterwerke, Konzerte, Kammermusik, Vokalmusik sowie Werke für Klavier. Beethoven starb am 26. März 1827 in Wien.

Weiterführende Informationen:

Portrait Ludwig van Beethoven
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