> > > Kunsthistoriker setzen Frankfurter Bühnen auf Rote Liste
Donnerstag, 26. November 2020

Oper Frankfurt, © Epizentrum

Oper Frankfurt, © Epizentrum unter CC BY-SA 3.0

Denkmalpflegeorganisationen wenden sich an Stadt

Kunsthistoriker setzen Frankfurter Bühnen auf Rote Liste

Frankfurt, . Der Verband Deutscher Kunsthistoriker hat die Frankfurter Bühnen auf seine Rote Liste gefährdeter Denkmale aufgenommen. Damit soll das denkmalgeschützte Foyer des Gebäudes erhalten bleiben. Mehrere Denkmalpflegeorganisationen fordern in einem Schreiben die Stadt außerdem auf, "den bestehenden Denkmalschutz des Theaterfoyers anzuerkennen und bei den anstehenden Sanierungs- und Umbaumaßnahmen die geschützte Bausubstanz zu bewahren". Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Stadt es nicht schaffe, die Bühnen unter Beibehaltung der denkmalgeschützten Gebäudeteile zu sanieren. Die Organisationen verwiesen in ihrem Brief darauf, dass solche Teilneubauten an anderen Orten im In- und Ausland auch möglich wären.

Anfang des Jahres waren vier Varianten für die bauliche Zukunft der Frankfurter Bühnen vorgestellt worden, darunter die Sanierung des Doppelgebäudes sowie der Abriss. Ein Prüfbericht stellte fest, dass ein Abriss kostengünstiger wäre als eine Renovierung, also beschloss der Stadtrat Ende Januar den Abriss. Im Mai wurde dann das Foyer des Hauses unter Denkmalschutz gestellt. Aufgrund der Corona-Pandemie liegen die Pläne derzeit allerdings auf Eis.

Die Oper Frankfurt ging aus einem seit 1792 in Frankfurt bestehenden Opernensemble hervor und hat seit 1963 ihre Spielstätte am Willy-Brandt-Platz. Das Haus beschäftigt derzeit über 1.000 Arbeitnehmer und verfügt über 1.369 Sitzplätze. Nach einem Großbrand wurde 1991 die Bühne erneuert, vor wenigen Jahren wurde für die Werkstätten ein Anbau realisiert. Seit der Spielzeit 2002/2003 ist Bernd Loebe Intendant der Oper.

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