> > > Komische Oper Berlin: Siegerentwurf steht fest
Mittwoch, 2. Dezember 2020

Komische Oper Berlin, © Jörg Zägel

Komische Oper Berlin, © Jörg Zägel unter CC BY-SA 3.0

Aachener Büro gewinnt Architekturwettbewerb

Komische Oper Berlin: Siegerentwurf steht fest

Berlin, . Der Siegerentwurf für den Umbau der Komischen Oper steht fest. Den Architekturwettbewerb hat das Aachener Büro kadawittfeldarchitektur gewonnen. Die Preisjury kürte seinen Entwurf zur Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Opernhauses, bei der neben Gestaltung, Funktion und Wirtschaftlichkeit auch auf den denkmalgeschützten Teil des Hauses geachtet werden sollte. Das Siegergebäude aus gestapelten Kuben fügt dem Bestandsbau an der Ecke Unter den Linden/Glinkastraße Terrassen hinzu, außerdem sollen Gastronomie, die Tageskasse und der Bühneneingang im erweiternden Neubau untergebracht werden.

Intendant Barry Kosky bezeichnete den Entwurf als "vielfältiges Chamäleon, als ein Haus der Metamorphosen, der Diversität und der Innovation". Auch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher zeigte sich erfreut über die Lösung. Der Umbau werde den Künstlern und Mitarbeitern "hervorragende Arbeits- und Probebedingungen" bieten und nach außen hin "Innovationskraft, Wandelbarkeit und Offenheit gegenüber der Stadtgesellschaft" signalisieren, so Lüscher. Ingesamt soll das Projekt 227 Millionen Euro kosten, 2023 sollen erste Bestandsuntersuchungen beginnen. Erst dann soll ein Eröffnungstermin festgelegt werden. Während der Bauzeit zieht das Ensmble der Komischen Oper ins Schillertheater sowie weitere Orte in der Stadt.

Das Gebäude der Komischen Oper stammt aus der Zeit des Wiederaufbaus, der technische Stand ist von 1967 und somit ebenfalls veraltet. 2023 soll mit dem Umbau des Gebäudes begonnen werden, zeitgleich soll ein zweites Gebäude entstehen. Als Interimsstätte sollen neben dem Schiller-Theater auch weitere Orte in der Stadt bereitstehen. Die Kosten für die Renovierungsarbeiten sind aktuell mit 237 Millionen Euro veranschlagt.

Die Komische Oper Berlin wurde 1892 von Hermann Helmer und Ferdinand Fellner erbaut. Bis zur teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg hieß der Theaterbau Metropol-Theater, zur Wiedereröffnung 1947 erhielt das Haus seinen heutigen Namen. Das Amt des Intendanten hatte von 1947 bis 1975 Walter Felsenstein inne, der den ausgezeichneten Ruf des Hauses im modernen Musiktheater begründete. Intendant ist derzeit Barrie Kosky, Generalmusikdirektor ist Ainars Rubikis.

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