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Freitag, 4. Dezember 2020

Wiener Staatsoper, © Michael Poehn

Wiener Staatsoper, © Michael Poehn

Maximal 1.000 Besucher bei Kulturveranstaltungen erlaubt

Österreich mit neuen Maßnahmen gegen Corona

Wien, . Die österreichische Bundesregierung hat die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft. Anstatt 1.500 Personen dürfen bei kulturellen Veranstaltungen in Innenräumen bei zugewiesenen Sitzplätzen nur noch maximal 1.000 Leute im Publikum sitzen. Bei Veranstaltungen im Freien liegt die Grenze aktuell bei 1.500 Gästen. Außerdem muss künftig auch während der Vorstellungen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Durch die neuen Beschränkungen sei weiterhin die Aufrechterhaltung des Spielplans gewährt, so Christian Kircher, Geschäftsführer der Bundestheater Holding. Dadurch, dass trotz der verschärften Maßnahmen weiterhin Kulturveranstaltungen stattfinden dürfen, würden die Bemühungen der Institutionen um restriktive Präventionskonzepte von der Politik anerkannt, fand Kircher. Die Häuser selbst waren außerdem bereits vorbereitet, meldeten das Wiener Konzerthaus und der Musikverein. Da Veranstaltungen derzeit zumeist  mehrfach stattfinden, könnten überzählige Besucher auf andere Termine umgebucht werden. Die Maskenpflicht hatten beide Häuser bereits vorher selbst eingeführt.

Finanziell betroffen zeigte sich allerdings die Wiener Staatsoper. Seit der Wiedereröffnung des Hauses im September sei bei zwei Dritteln der Vorstellungen die nun beschlossene Grenze von 1.000 Besuchern überschritten worden. Bereits dadurch verzeichne das Haus Verluste zwischen 5.000 und 10.000 Euro pro Abend. In Zukunft soll die Zahl der Karten an der Abendkasse reduziert sowie Reservierungen nach dem Zeitpunkt der Buchung vergeben werden.

In Österreich steigen die Infektionswerte wie überall in Europa. Nach aktuellen Prognosen wird im Dezember mit 6.000 neuen Fälle pro Tag gerechnet. Bei gleicher Einwohnerzahl wie in Deutschland wären dies 55.000 Infektionen täglich. Die neuen Regelungen sollen helfen, dies abzuwenden.

Die Wiener Staatsoper wurde am 25. Mai 1869 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth eröffnet. Unter den ersten Direktoren waren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bildende Künstler für die neue Bühnenästhetik heranzog. Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend zerstört, doch bereits am 1. Mai 1945 wurden die Vorstellungen in der Volksoper und dem Theater an der Wien fortgesetzt. Die Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper fand mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik am 5. November 1955 statt. Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt. In der ersten Spielzeit unter der Leitung von Roscic, der zum 1. Juli auf Dominique Meyer gefolgt ist, sind insgesamt zehn Opernpremieren sowie drei Ballettpremieren geplant.

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