> > > Liszt-Festival Raiding lässt restaurierten Liszt-Flügel erklingen
Freitag, 4. Dezember 2020

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Authentisches Klangbild durch Erard-Flügel von 1850

Liszt-Festival Raiding lässt restaurierten Liszt-Flügel erklingen

Raiding, . Ein romantischer Konzertflügel, auf dem bereits Franz Liszt spielte, soll nach seiner Restaurierung wieder erklingen. Das Instrument wurde 1850 von der Firma Erard gebaut. 1861 spielte Liszt bei einem Konzert in Lüttich in Belgien darauf, heute befindet es sich im Besitz des Franz Liszt Vereins Raiding. Im Rahmen des Liszt Festivals Raiding soll das Instrument am kommenden Wochenende wieder bespielt werden. Geplant ist Beethovens 5. Klavierkonzert, gespielt von Gottlieb Wallisch in Begleitung der Wiener Akademie unter der Leitung von Martin Haselböck. Das Klavierkonzert wurde als Stück ausgewählt, da Liszt das Werk häufig selbst auf Flügeln von Erard interpretierte. So soll beim kommenden Konzert ein authentisches Klangbild entstehen.

Beim Festival wird darüber hinaus die neu gegründete Franz-Liszt-Akademie vorgestellt. Neben Präsentationen und Meisterkursen sollen über die 1902 entwickelte Phonola, ein Klavierspielinstrument mit perforierten Papierrollen, auch Einspielungen der Schüler Liszts zu hören sein.

Der Komponist Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 im ungarischen Raiding im Burgenland geboren. Er studierte Klavier, Musiktheorie, Harmonielehre und Komposition in Wien, unter anderem bei Carl Czerny. Nach Konzertreisen durch England und Frankreich blieb er in den 1830er Jahren in Paris, wo er neben Balzac und Heine auch Chopin und Berlioz kennenlernte. 1833 lernte er Marie D'Agoult kennen, die als Schriftstellerin unter dem Namen Daniel Stern bekannt wurde. Ab 1835 lebten sie zusammen in Genf und Italien und bekamen drei Kinder, darunter Cosima, die spätere Frau Richard Wagners. 1842 wurde Liszt zum Hofkapellmeister in Weimar ernannt. Nach einer enttäuschten Beziehung zur Fürstin Sayn-Wittgenstein nahm Liszt 1859 die niederen geistlichen Weihen und lebte fortan als Abbé Liszt in Rom, Budapest, Weimar und Bayreuth. 1875 wurde er Präsident der ungarischen Musikakademie in Budapest. Sein kompositorisches Schaffen umfaßt Orchester-, Vokal-, Orgel- und Klavierwerke sowie Werke für Klavier und Orchester. Liszt starb am 31. Juli 1886 in Bayreuth.

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