> > > Jubelkantate von Carl Maria von Weber zurück in Dresden
Sonntag, 25. Oktober 2020

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Dirigierpartitur der Jubelkantate mit  handschriftlichen Notizen, © SLUB Dresden, Ramona Ahlers-Bergner

Dirigierpartitur der Jubelkantate mit handschriftlichen Notizen, © SLUB Dresden, Ramona Ahlers-Bergner

Handschrift enthält alle drei Textierungen

Jubelkantate von Carl Maria von Weber zurück in Dresden

Dresden, . Die Reinschrift von Carl Maria von Webers Jubelkantate ist nach Jahren in Privatbesitz wieder in Dresden. Die Sächsische Landesbibliothek erwarb das Schriftstück mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, die 36.000 Euro beisteuerte. Eine Besonderheit der Handschrift ist die vollständige Unterlegung mit allen drei Textierungen von Friedrich Kind, Amadeus Wendt sowie der englischen Übersetzung von 1826. Andere Schriftstücke des Werke enthielten nur eine oder zwei.

Prof. Dr. Barbara Wiermann, Leiterin der Musikabteilung der Bibliothek, zur Bedeutung des Manuskriptes: "Die Partitur lag nicht nur bei der Erstaufführung des Werkes auf dem Pult. Sie dokumentiert auch Änderungen, insbesondere Umtextierungen, die der Komponist für Folgeaufführungen […] vornahm.". Dieselbe Handschrift sei auch bei einer Aufführung in London einige Tage vor Webers Tod genutzt worden.

Weber komponierte die Jubelkantate 1818 in Dresden. Anlass war das 50. Regierungsjubiläum von König Friedrich August I. von Sachsen. Das Manuskript umfasst 96 Seiten, die Uraufführung fand Ende September 1818 statt. Danach blieb die Reinschrift bis 1958 im Familienbesitz bevor sie dann versteigert wurde. Die Bibliothek erwarb das Manuskript nun aus Schweizer Privatbesitz.

Der Komponist Carl Maria von Weber wurde am 18. oder 19. November 1786 im holsteinischen Eutin geboren. Als Sohn des Musikers Franz Anton von Weber erhielt er früh ersten Musikunterricht, ab 1797 bei Michael Haydn in Salzburg und ab 1801 bei Abbé Vogler in Wien. Mit 18 Jahren wurde er Opernkapellmeister in Breslau, anschließend, von 1813 bis 1816, in Prag. 1817 nahm er die Stelle des Musikdirektors an der neu gegründeten Deutschen Oper in Dresden an. In seinem kompositorischen Schaffen gilt Weber als Schöpfer der deutschen romantischen Oper. Sein Werk 'Der Freischütz', uraufgeführt 1821 in Berlin, stellt den Inbegriff der deutschen Oper dar. Neben Opern komponierte Weber einige Bühnenmusiken, zahlreiche Konzerte und Orchesterwerke. Er starb am 5. Juni 1826 in London.

Die Kulturstiftung der Länder entwickelt, fördert und begleitet Initiativen und Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, die für ganz Deutschland bedeutsam sind und im Verbund mehrerer Partner umgesetzt werden. Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählen der Erwerb, der Erhalt, die Dokumentation und die Präsentation und Vermittlung von Kulturgütern.

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