> > > Gewerkschaftsstudie: 34 Prozent der britischen Musiker könnten Beruf an den Nagel hängen
Sonntag, 25. Oktober 2020

Symbolfoto, © Visivasnc, Fotolia

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Umfrage unter 2.000 Musikern

Gewerkschaftsstudie: 34 Prozent der britischen Musiker könnten Beruf an den Nagel hängen

London, . Rund ein Drittel der britischen Musiker kann sich vorstellen, den Sektor aufgrund der Corona-Pandemie zu verlassen. Das ergab eine Umfrage der Gewerkschaft "Musician’s Union" mit 2.000 Teilnehmern. Grund für die Künstler, der Musik den Rücken zuzukehren, sind die Auswirkungen des Coronavirus auf das Konzertwesen und ihr Berufsleben. Der Studie zufolge arbeiten 70 Prozent der britischen Musiker weniger als ein Viertel so viel wie vor der Pandemie, insgesamt berichteten 87 Prozent der Befragten von finanziellen Problemen. Ungefähr genauso viele beschrieben die Unterstützung der Regierung als unzureichend – rund ein Drittel der Gewerkschaftsmitglieder brachte nicht die Voraussetzungen für staatliche Hilfen mit.

Fast die Hälfte der Künstler hätte sich einen zusätzlichen Job außerhalb der Musikbranche suchen müssen, um sich über Wasser zu halten, darunter als Aushilfen im Supermarkt oder als Essenslieferant. Über die Konsequenz, sich vollständig einen neuen Beruf zu suchen, denken aktuell rund 34 Prozent nach.

Die Musician’s Union wendet sich mit den Ergebnissen der Umfrage nun an die britische Regierung und bittet um Hilfe für die Musiker. Dabei betonte die Gewerkschaft, dass auch andere Berufsgruppen wie Lichttechniker von den Künstlern abhängig seien. Als Lösung schlug die Gewerkschaft ein "2-für-1"-Prinzip vor: Für jedes verkaufte Konzertticket solle die Regierung ein weiteres stellen und damit die Ausfälle durch Sitzplätze, die wegen der Abstandsregelungen leer bleiben müssen, kompensieren.

Die Musician's Union vertritt in Großbritannien die Interessen von rund 32.000 Musikern.

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