> > > Geiger Linus Roth fordert Debattenfreiräume
Donnerstag, 8. Dezember 2022

Linus Roth, © Kaupo Kikkas

Linus Roth, © Kaupo Kikkas

Aufruf an Künstler und Publikum

Geiger Linus Roth fordert Debattenfreiräume

Augsburg, . Der Geiger Linus Roth ist einer der Erstunterzeichner der Initiative „Appell für Debattenfreiräume“. Roth möchte damit auch andere Künstler und natürlich sein Publikum animieren, sich damit zu befassen. „Ich erlebe immer öfter, wie Menschen aufgrund einer anderen Meinung diffamiert werden. Schnell wird der moralische Zeigefinger erhoben, was eine faktenbasierte Diskussion zunichte macht, bevor sie überhaupt beginnen kann.“, so Roth. „Gerade in der Musikwelt brauchen wir einen freien Geist.“

Die Initiative „Appell für Debattenfreiräume“ [www.idw-europe.org] wurde vom Philosophen Gunnar Kaiser und dem Autor und Journalisten Milos Matuschek ins Leben gerufen. Sie bemängelt unter anderem einen „Sieg der Gesinnung über rationale Urteilsfähigkeit.“ Auch wird angemerkt, dass „nicht die besseren Argumente zählen, sondern zunehmend zur Schau gestellte Haltung und richtige Moral.“ Neben Roth finden sich auch der Politiker Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), der Kabarettist Dieter Nuhr, Journalist Harald Martenstein, die Schriftsteller Monika Maron und Günter Walraff, DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld, Publizist Peter Hahne und Kolumnistin Tamara Wernli unter den Erstunterzeichnern des Appells.

Linus Roth wurde 1977 in Ravensburg geboren. Er studierte als Jungstudent in Freiburg sowie später in Lübeck und Zürich Geige. Schon 1992 gewinnt er den ersten Preis des Bundeswettbewerbs „Jugend Musiziert“. 1995 erhält er den 1. Preis des Internationalen Violinwettbewerbes Novosibirsk, 1997 den 2. Preis des Internationalen Musikwettbewerbs „Joseph Szigeti“, 2003 den 1. Preis des Deutschen Musikwettbewerbs und im gleichen Jahr den Sonderpreis des Schuhmannhauses Bonn für die beste Interpretation eines Werks von Schumann. 2006 wird er mit dem Echo-Klassik-Preis der Deutschen Phonoakademie als „Bester Nachwuchskünstler“ ausgezeichnet, 2014 mit dem Kulturpreis des Landkreises Biberach und 2017 erneut mit dem Echo-Klassik für die „Konzerteinspielung des Jahres“. Der Künstler ist Mitbegründer der „International Weinberg Society“. Seit 2012 ist er Professor für Violine am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg, außerdem ist er Künstlerischer Leiter der Festivals Schwäbischer Frühling und Ibiza Concerts. Roth spielt seit 1997 die Stradivari-Violine Dancla von 1703.

Weiterführende Informationen:

Portrait Linus Roth

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