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Montag, 28. September 2020

Nestroy-Denkmal Wien, © Invisigoth67

Nestroy-Denkmal Wien, © Invisigoth67 unter CC BY-SA 3.0

21. Preisverleihung findet online statt

Nestroy-Preis für Regisseur Christoph Marthaler

Wien, . Der Schweizer Theatermacher Christoph Mahler wird bei der Verleihung des diesjährigen Nestroy-Theaterpreises für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Preis für das beste Theaterstück ging an Autorin Elfriede Jelinek für „Schwarzwasser“. Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Gala in diesem Jahr nicht vor Ort erfolgen, stattdessen wird sie aufgezeichnet und Anfang Oktober übertragen.

Christoph Marthaler wurde 1951 im schweizerischen Erlenbach geboren. Er studierte zunächst in Zürich Oboe sowie Blockflöte und weitere historische Instrumente. Nach einem Besuch der Pariser Theaterschule von Jacques Lecoq wirkte er in Zürich als Theatermusiker und -komponist. Zugleich machte er sich als Regisseur und Gründer einer experimentellen Theatergruppe in der Off-Theater-Szene einen Namen und realisierte Liederabende sowie Choreographien. Von 1988 bis 1993 arbeitete er am Theater Basel, später am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und an der Berliner Volksbühne. Sein erstes Stück inszenierte er 1991, drei Jahre später inszenierte er seine erste Oper, die musikalisch von Sylvain Cambreling geleitet wurde. Seitdem führte Marthaler bei zahlreichen Opernproduktionen Regie, unter anderem in Frankfurt, Wien, Berlin und Salzburg mit Werken von Beethoven, Offenbach, Verdi, Debussy, Janacek, Schönberg, Berg und anderen. Bei den Bayreuther Festspielen inszenierte er 2005 Wagners "Tristan und Isolde". Von 2000 bis 2004 leitete er das Schauspielhaus Zürich. Marthaler erhielt eine Vielzahl von Preisen, darunter den Fritz-Kortner-Preis (1997), die Anerkennungsmedaille der Stadt Zürich für besondere kulturelle Leistungen (2004), den Nestroy-Theaterpreis (2005), den Kulturpreis des Kantons Zürich (2009) sowie den Hans-Reinhart-Ring (2011). Hinzu kamen der Deutsche Theaterpreis „Der Faust“ für die beste Regie im Musiktheater (2017), der Internationale Ibsen-Preis (2018) und der Nestroy-Theaterpreis für sein Lebenswerk (2020).

Der Nestroy-Preis wurde im Jahr 2000 von Karin Kathrein, Werner Urbanek und der Stadt Wien ins Leben gerufen und nach dem Dichter Johann Nepomuk Nestroy benannt. Er zeichnet seither herausragende Leistungen an österreichischen Bühnen aus und wird in insgesamt 14 Kategorien vergeben, prämiert werden Aufführungen des vorangegangenen Theaterjahres. Die „Akademie“ als Jury besteht aus allen bisherigen Preisgewinnern und umfasst 310 Schauspieler und Theaterleute. Zuletzt wurde der Preis im Etablissement Ronacher (bis 2017) und im Theater an der Wien (seit 2018) verliehen.

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