> > > Anthony McGill gewinnt Avery Fisher Prize
Sonntag, 13. Juni 2021

Preis ist mit 100.000 US-Dollar dotiert

Anthony McGill gewinnt Avery Fisher Prize

New York, . Der US-amerikanische Klarinettist Anthony McGill hat den diesjährigen Avery Fisher Prize gewonnen. Er ist der dritte Klarinettist, der mit dem Preis bedacht wird. Die mit 100.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung erhielt er im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung. Hinzu kommen in diesem Jahr 30.000 Dollar, die nach Wunsch des ausgezeichneten Künstlers gespendet werden. McGill entschied sich für das Music Advancement Program der Juilliard School, die das Geld für Stipendien verwenden will.

Anthony McGill wurde am 17. Juli 1979 geboren und stammt aus Chicago. Er besuchte die Interlochen Arts Academy, danach das Curtis Institute of Music in Philadelphia. Nach seinem Abschluss war er beim Cincinnati Symphony Orchestra und für zehn Jahre als erster Klarinettist des Metropolitan Opera Orchestra tätig, inzwischen spielt er seit 2014 in derselben Position im New York Philharmonic Orchestra. Außerdem trat er mit internationalen Ensembles weltweit auf. Zur Amtseinweihung von Präsident Barack Obama 2009 spielte er unter anderem mit Violinist Itzhak Perlman, Cellist Yo-Yo Ma und Pianistin Gabriela Montero das Stück "Air and Simple Gifts" von John Williams. Er ist Dozent am Peabody Institut in Baltimore und am Mannes College of Music in New York City, gefragt ist er auch an der Juilliard School, am Bard College’s Conservatory of Music und dem Curtis Institute of Music. Sein Bruder Demarre McGill ist ebenfalls Orchestermusiker. Mit diesem und Pianist Michael McHale tritt er im Trio auf.

Der Avery Fisher Prize wird seit 1974 an amerikanische Instrumentalisten aus dem Bereich der klassischen Musik vergeben. Gestiftet von Avery Fisher ist die Auszeichnung momentan mit einem Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar dotiert. Der jährlich verliehene Preis wurde im Laufe seiner Geschichte auch erstaunlich oft nicht vergeben. Zu den Preisträgern gehören unter anderem Murray Perahia (1975), Yo-Yo Ma (1978), Yefim Bronfman (1991) und das Emerson String Quartet (2004).

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