> > > Corona-Alarm an der Wiener Staatsoper
Montag, 28. September 2020

Wiener Staatsoper, © Michael Poehn

Wiener Staatsoper, © Michael Poehn

Zwei Staatsoper-Umbesetzungen nach Studentenaufführung

Corona-Alarm an der Wiener Staatsoper

Wien, . An der Wiener Staatsoper wurden coronabedingt zwei Umbesetzungen vorgenommen. Die Vorsichtsmaßnahme ist auf eine auswärtige Produktion von "Die lustige Witwe" der Musik und Kunst Privatuniversität Wien am Theater in der Gumpendorfer Straße zurückzuführen. Ein Beteiligter dieser universitären Operettenproduktion war positiv auf Corona getestet worden. Obwohl der Schauspieler nicht auftrat und die Aktivitäten betroffener Studiengänge bis Ende September eingestellt wurden, gibt es in Wien inzwischen zwei Dutzend Personen mit diesem Infektionsherd. Grund für die Verbreitung sei außerdem eine Vermischung zwischen Publikum und Bühne. Im Publikum war eine Mitarbeiterin der Staatsoper anwesend.

Durch Kontaktnachverfolgung kam es aus diesem Grund zu zwei Umbesetzungen: In "Elisir d’amore" übernimmt nun Evelino Pido das Dirigat und Javier Camarena singt die Rolle des Nemorino. Der Fokus des Hauses liegt nun darauf, die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Dafür soll es künftig für Verdachtsfälle tägliche Tests geben.

Die Wiener Staatsoper wurde am 25. Mai 1869 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth eröffnet. Unter den ersten Direktoren waren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bildende Künstler für die neue Bühnenästhetik heranzog. Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend zerstört, doch bereits am 1. Mai 1945 wurden die Vorstellungen in der Volksoper und dem Theater an der Wien fortgesetzt. Die Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper fand mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik am 5. November 1955 statt. Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt. In der ersten Spielzeit unter der Leitung von Roscic, der zum 1. Juli auf Dominique Meyer gefolgt ist, sind insgesamt zehn Opernpremieren sowie drei Ballettpremieren geplant.

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