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Samstag, 19. September 2020

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Titelblatt des Klavierauszuges zu Wellingtons Sieg, © Sammlung H.C. Bodmer

Titelblatt des Klavierauszuges zu Wellingtons Sieg, © Sammlung H.C. Bodmer

Neues Forschungsprojekt des Beethoven-Hauses Bonn

Beethoven für den Hausgebrauch

Bonn, . Das Beethoven-Haus Bonn hat das Forschungsprojekt „Beethoven in the House“ gestartet. Es konzentriert sich auf Notenausgaben, die früher im häuslichem Umfeld verwendet wurden, um musikalische Werke kennenzulernen als Rundfunk, Tonträger und Streaming-Dienste noch nicht existierten. Die Werke wurden von Arrangeuren für den heimischen Konsum aufbereitet und instrumentiert.

In den kommenden knapp drei Jahren sollen zwei Studien entstehen. Eine ist den Ausgaben des Wiener Verlags Steiner von Beethovens Siebter und Achter Symphonie sowie „Wellingtons Sieg“ gewidmet. Auf der Basis eines detaillierten Vergleichs zwischen den Arrangements soll systematisch ein gemeinsamer Kern der Bearbeitungen identifiziert werden. Die zweite Studie versucht, in einem Korpus weniger bekannter und oft nur schlecht katalogisierter Bearbeitungen typische Merkmale der damaligen Musikindustrie festzustellen. Die Ergebnisse sollen für Musik- und Geisteswissenschaft aufbereitet und nutzbar gemacht werden.

Das Projekt wird in einer Kooperation zwischen dem musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn, dem e-Research Centre der University of Oxford und der Bodleian Library durchgeführt. Gefördert wird es von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem britischen Arts und Humanities Research Council.

Das Beethoven-Haus Bonn ist ein Museum im Geburtshaus des Komponisten Ludwig van Beethoven. Außerdem gehören die umstehenden Häuser dazu, in denen das Beethoven-Archiv mit Bibliothek und Verlag sowie der Kammermusiksaal untergebracht sind. Das Museum wurde 1889 vom Verein Beethoven-Haus gegründet und 1893 eröffnet. Jährlich werden rund 100.000 Besucher gezählt. Die Leitung hat Malte Boecker inne.

Ludwig van Beethoven wurde am 17. Dezember 1770 in Bonn getauft. Er entstammt einer aus dem Flämischen eingewanderten Musikerfamilie. Im Alter von 11 Jahren begann sein Musikunterricht bei Christian Gottlieb Neefe. Bereits zwei Jahre später wurde Beethoven Mitglied der kurfürstlichen Kapelle in Bonn. 1792 zog er nach Wien, wo er weiteren Musikunterricht nahm, unter anderem bei Joseph Haydn. 1795 trat Beethoven erstmals als Pianist mit eigenen Kompositionen auf. Zur gleichen Zeit etwa begann ein starkes Hörleiden, das sich bis 1819 zu völliger Taubheit entwickelte. Dennoch war Beethoven bis zu seinem Tode als Pianist und Komponist tätig. Sein kompositorisches Schaffen umfasst Orchesterwerke, Konzerte, Kammermusik, Vokalmusik sowie Werke für Klavier. Beethoven starb am 26. März 1827 in Wien.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Ludwig van Beethoven

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