> > > Richard Wagner Museum freut sich über Bibel
Dienstag, 20. Oktober 2020

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Wagner Bibel, © Stadt Luzern

Wagner Bibel, © Stadt Luzern

Von Wagner selbst signierte Bibel aus dem Jahr 1870

Richard Wagner Museum freut sich über Bibel

Luzern, . Das Richard Wagner Museum Luzern erhält von einem Züricher Galeristen eine Bibel aus dem Jahr 1870, persönlich signiert durch den Komponisten. Wagner soll die Bibel im Jahr 1870 in „Franz Josef Schiffmann’s Buchhandlung und Antiquariat“ in Luzern erworben haben. Neben kunstvollen Illustrationen von Gustav Doré bietet sie auch einen Einblick in das Privatleben des Komponisten.

Wagner lebte ab 1866 in Luzern. 1869 gebar seine Geliebte Cosima von Bülow, geboren Liszt, einen gemeinsamen unehelichen Sohn. Um diesen auf den Namen Wagner taufen lassen zu können, mussten die Eltern heiraten. Cosima ließ sich von ihrem Mann Hans von Bülow scheiden und trat von der katholischen in die protestantische Kirche über. Die kostspielige Bibel kaufte der eigentlich atheistische Komponist als Dankeschön für Johann Heinrich Tschudi, der das Paar 1870 traute. Wagner versah sie mit einer persönlichen Widmung und schenkte sie dem Pfarrer anlässlich der Trauung.

Das Richard Wagner Museum Luzern ist heute an der ehemaligen Wohnstätte des Komponisten eingerichtet. Wagner mietete den Landsitz von 1866 bis 1872, sein Vermieter war Oberst Walter aus der Luzerner Patrizierfamilie „Am Rhyn“. Diese erwarb im 18. Jahrhundert das herrschaftliche Anwesen als Sommersitz. Es ist nach den „Herren zu Tripschen“ benannt, welche das Landhaus im Spätmittelalter bewohnten. 1931 erwarb die Stadt Luzern das Landhaus und den dazugehörigen Park, um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Gründung des Museums fand zwei Jahre später statt.

Richard Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren. Im Alter von 18 Jahren begann er sein Musikstudium in Dresden und nahm Unterricht bei dem Thomaskantor Theodor Weinlig. 1833 wurde Wagner Korrepetitor in Würzburg. Später folgten Stationen in Magdeburg, Königsberg, Dresden und München als Hofkapellmeister. Nach Ende seines Münchener Aufenthaltes zog er 1866 nach Triebschen bei Luzern, wo er zumeist mit Cosima, Tochter Franz Liszts und Ehefrau Bülows, wohnte. Vier Jahre später heirateten sie und zogen 1872 nach Bayreuth. Dort legte Wagner den Grundstein für das Festspielhaus, in dem 1876 die ersten Festspiele mit der Gesamtaufführung des 'Ring des Nibelungen' stattfanden. Wagners Schaffen umfasst neben einigen Liedern, Orchester- und Chorwerken hauptsächlich Opern, darunter neben dem 'Ring' 'Der fliegende Holländer', 'Tannhäuser', 'Lohengrin', 'Tristan und Isolde' und 'Die Meistersinger von Nürnberg'. Richard Wagner starb am 13. Februar 1883 in Venedig.

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