> > > Berlin: Verwaltung aktualisiert Hygienekonzept für Chöre
Montag, 28. September 2020

Oratorienchor (Symbolfoto), © Andreas F. Borchert

Oratorienchor (Symbolfoto), © Andreas F. Borchert unter CC BY-SA 4.0

Chorsingen in Berlin ab sofort wieder zugelassen

Berlin: Verwaltung aktualisiert Hygienekonzept für Chöre

Berlin, . Der Berliner Senat hat nach mehrmonatiger Pause aufgrund der Corona-Pandemie das Chorsingen wieder erlaubt. Nach der aktualisierten Fassung des Hygienerahmenkonzeptes dürfen die Chöre der Hauptstadt wieder in geschlossenen Räumen singen. Voraussetzung sind ein Mindestabstand von zwei Metern zu allen Seiten eines Sängers sowie die Einhaltung detaillierter Belüftungsvorgaben. Ferner muss der Abstand zu möglichem Publikum mindestens vier Meter betragen, eine Maske ist für die Sänger jedoch keine Pflicht. Außerdem sei das Singen im Freien vorzuziehen, unabhängig davon dürfen Proben sowie Auftritte jedoch nur eine Stunde dauern. Durch diese Maßnahmen soll "eine vernünftige Ausgewogenheit von Risiko-Minimierung bei der möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus und dem Bedürfnis, in Kirchen und Chören endlich wieder gemeinsam zu singen" , geschaffen werden, so Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke).

Das Berliner Singverbot stand lange in der Kritik. So bemängelte der Deutsche Musikrat im Juni, dass weder Raumgröße oder Hygienekonzepte in die Regelformulierung mit einbezogen wurden, Generalsekretär Christian Höppner bezeichnete das Verbot gar als "unverhältnismäßig". In Deutschland und Österreich wurden in den letzten Monaten mehrere Studien zur Verteilung von Speicheltröpfchen beim Singen durchgeführt. Kein beteiligter Wissenschaftler empfahl ein Singverbot, allerdings sei ein vergrößerter Abstand vor allem nach vorn wichtig (klassik.com berichtete). Ende Juli wurde die Erlaubnis des Chorsingens nach Erarbeitung neuer Rahmenbedingungen angekündigt. Diese liegen nun vor.

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