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Samstag, 19. September 2020

Dänische Verwertungsgesellschaft KODA und Google können sich nicht einigen

Youtube sperrt dänische Musik aus

Kopenhagen, . Nachdem schon in den Jahren 2009 bis 2016 Uneinigkeit zwischen der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA und YouTube herrschte, besteht nun Zwist zwischen YouTube und der dänischen Verwertungsgesellschaft KODA. Der ehemalige Vertrag zur Veröffentlichung dänischer Musik auf der Videoplattform lief bereits im April diesen Jahres aus, weshalb bisher eine Übergangslösung galt. Aufgrund gescheiterter Verhandlungen der beiden Unternehmen wird nun aber auch diese beendet.

Grund für die Uneinigkeit ist laut KODA eine von YouTube-Eigner Google angesetzte 70-prozentige Reduzierung der Zahlungen, welche die Verwertungsgesellschaft nicht hinnehmen will. Auf Seiten des Internet-Giganten wird diese unter anderem damit begründet, dass im zuletzt gültigen  Vertrag nicht einmal die Hälfte der vereinbarten Zahlungen erwirtschaftet werden konnte. Außerdem bezahle Google nach eigener Aussage keinem anderen Vertragspartner so viel, wie von KODA gefordert, weshalb eine höhere Geldsumme den anderen Partnern sowie Erstellern von Inhalten gegenüber unfair sei.

Aufgrund der nun fehlenden Rechte können Musikvideos nicht mehr via YouTube zugänglich gemacht werden. Um eine Einigung zu erreichen, befindet sich der Konzern derzeit mit der skandinavischen Verwertungsgesellschaft Polaris, der Dachorganisation der finnischen, norwegischen und dänischen Verwertungsgesellschaften, in Verhandlungen. Bis eine Lösung zwischen KODA und YouTube ausgehandelt wird, werden dänische Musikinhalte in Dänemark vorerst gesperrt bleiben.

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